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Im Internet : ca. 30 Beiträge von Tiesel - auch zum Thema Met. und Biologie/Umwelt (klicken)

 

METEOROLOGIE

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BIOLOGIE (UMWELT)

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Die Biologie windflüchtet vor der Meteorologie

(Foto: Ostseeküste Rostock-Markgrafenheide)

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(Art. auch unter Met.+Medizin)

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Vogelgrippe und Wetter

(Dr. Tiesel, 19.Februar 2006)

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Nach dem Nachweis der gefährlichen Vogelgrippe an verendeten Wasservögeln - vorwiegend Schwänen - auf der Insel Rügen erhebt sich die Frage, woher kam die Grippe und spielte gegebenenfalls das Wetter dabei eine nicht unbedeutende Rolle.

Die Experten sind sich wohl darüber einig, dass diese gefährliche Vogelgrippe aus dem ost- und südostasiatischen Raum stammt und vorwiegend durch Wildvögel, vor allem Zugvögel, nach Europa und damit offensichtlich auch nach Rügen gekommen ist.

Zugvögel, aber auch unsere heimatlichen Wasservögel, sind genetisch mit einem Frühwarnsystem ausgestattet, dass sie vor dem Einbruch einer lebensbedrohenden extremen und anhaltenen Kältewelle warnt.

Um den Tod zu entgehen, verlassen sie ihr oft sehr rasch vereisendes flachen Küstengewässer und flüchten westwärts auf nicht zufrierende Wasserflächen.

Für die Seemeteorologen ist der Flug der Küstenschwäne längs der Ostseeküste nach Westen immer ein untrügliches Wetterzeichen dafür, dass sehr bald ein schwerer Kaltlufteinbruch aus Ost- und Nordosteuropa erfolgt. Der Blick auf die Wetterkarte bestätigten fast immer dieses tierische Alarmzeichen für einen bevorstehenden kräftigen Einbruch polarer Kaltluft.

Interessant ist dabei, dass die Schwäne für ihren Flug meist eine ruhige, östliche Windlage wählen, die sich auf der Südseite eines sich verstärkenden nordosteuropäischen Kältehochs ausbildet.

Offensichtlich brauchen diese schweren und deshalb sehr tief fliegenden Vögel für einen derartigen sie sehr anstrengenden Flug einen gleichmäßigen unterstützenden Rücken- und damit Schiebewind, ohne tagesthermische Turbulenzen, weshalb sie auch oft in den Morgenstunden fliegen. Diese spezielle, trockene Großwetterlage beschert den Schwänen aber auch gute Sichtverhältnisse damit sie die markante Ostseeküste nicht aus den Augen verlieren. Hilfreich ist dafür ihre für gute Sichten ausgerichtete V-förmige Fluganordnung und ihr ständiges Orientierungsgeschrei.

 

Derartige Flüge von Schwänen konnte man in diesem Winter vor allem Tage vor dem Einbruch der sibirischen Kaltluft (Maximum 23. Januar) an der Ostseeküste beobachten.

Da heute noch viele Schwäne und andere Wasservögel besonders um Nordrügen anzutreffen sind, haben offensichtlich nur ein Teil der Schwäne, möglicherweise die gesunden und erfahrenen Altvögel, den Rettungsflug in die wärmeren Gefilde unternommen.

Die recht große Anzahl von Wasservögeln um Nordrügen in diesem Winter kann man auch damit erklären, dass sich offenbar viele Wasservögel aus ihren total vereisten Seegebieten über Osteuropa an die Nordküste der Insel Rügen geflüchtet haben, weil ihnen hier die durch Strömung und Wind bedingt noch meist offene Ostsee Schutz und Nahrung bot.

Trotzdem wurden auch diese Wasservögel durch das sehr harte Winterwetter - insbesondere durch das Schneechaos vor dem Jahreswechsel und die extreme Kalte in der dritten Januardekade - sehr geschwächt, was auch mit dazu beigetragen haben kann, dass man heute so viele tote Vögel, vor allem Schwäne, um Nordrügen findet.

Vorwiegend während der sibirischen Kälteperiode um den 23. Januar mit Tagesmitteltemperaturen im Nordosten Deutschlands bis minus 15 Grad C., am Boden bis minus 25 Grad und gefühlten Temperaturen zeitweise unter minus 30 Grad sind viele Vögel erfroren.

Die globale Flucht vieler Wasservögel in diesem brachialen Winter besonders über Osteuropa kann mit eine Ursache dafür sein, dass auch einige von der Vogelgrippe befallene Wasservögel, besonders Schwäne aus Ost- und Südosteuropa, sich in Raum Rügen niedergelassen haben.

Meteorologisch bestand infolge eines permanenten und äußerst starken russischen Kältehochs (Kerndruck teils über 1050 hPa) sehr lange eine ausgeprägte und starke Ost- und Südostströmung über Mittel- und Osteuropa. In dieser großräumigen Windströmung sind offensichtlich auch mit der Vogelgrippe infizierten Vögel in Richtung wärmere und noch eisfreie Ostsee und damit auch nach Nordrügen geflogen. Möglicherweise haben diese Vögel vorwiegend die durch den harten Winter stark geschwächten Schwäne angesteckt.

Vom Wetter her spricht vieles dafür, dass sich die auf der Flucht vor dem Erfrieren befindlichen Wasservögel nicht in Nordrügen niedergelassen hätten, wenn die schwere Kälte auch dieses Seegebiet total vereist hätte. Dann wären die Vögel wohl weiter in Richtung wärmeren Westen , zu den noch offenen Wasserflächen der Ostsee und anderer Seegebiete geflogen. Und damit hätte der Ausbruch der Vogelgrippe in Deutschland wohl einen ganz anderen Verlauf genommen.

Nach den aktuellen Langfristvorhersagen von England und der USA zeichnet sich für den kommenden Tage wieder eine kalte Ostströmung für die südliche Ostseeküste ab - mit allen Konsequenzen für die weitere Verbreitung der östlichen Vogelgrippe. Gleichzeitig dürfte sich aber durch diese neue Kältewelle der Vogelzug aus dem Süden (Afrika) nach Nord- und Nordosteuropa verzögern.

Man wäre gut beraten, wenn man wegen der großen Bedeutung der globalen Luftströmungen für die Ausbreitung der Vogelgrippe in Europa erfahrene Langfristmeteorologen der Wetterzentralen , zum Beispiel vom Europazentrum für Mittelfrist-Wettervorhersagen in England (ECMWF), stärker befragen würde.

 

(Beitrag wird je nach Wetterlage aktualisiert...)

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Ostseeküste: Mittelmeerwetter und Palmen ?

(Tiesel, Juli 2004)

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Seit 1992 erleben wir an unserer Ostseeküste extrem warme Sommer, ja fast Mittelmeersommer.

Es fehlen nur noch die Palmen und andere Exoten und schon haben wir das Mittelmeerflair bei uns.

Normal ist das alles nicht mehr, aber die meisten von uns haben bestimmt nichts gegen einen richtig warmen Sommer - auch wenn sich die Mittelmeerwärme im jetzigen Sommer 2004 erst nach dem Siebenschläfer so richtig eingestellt hat.

Seit dem Auftreten der extrem warmen Sommer an unserer Ostseeküste - beginnend mit dem Hitzesommer 1992 - hat der Autor in Beiträgen und Vorträgen für Palmen im Sommer an unserem Ostseestrand geworben. Verständlicherweise bekommt man für so einen so wilden und nicht gerade plattdeutschen Gedanken kaum Beifall, auch wenn man alles vom Klima der letzten 12 Sommer her sehr gut begründen könnte.

Nach der tollen Palmenflut und ihren unkomplizierten Überleben auf der Rostocker IGA ist es mittlerweile ein biologisches Vorgehen, das gar nicht mehr so weltfremd ist.

Auch an der Warnemünder Promenade hat man endlich zögerlich damit begonnen.

Und weshalb nicht großräumig in unseren Seebädern an der gesamten deutschen Ostseeküste ?

Botaniker und Gärtnerbetriebe (und auch einen Meteorologen...) würde man bestimmt für das südländische Projekt finden.

Und sollte uns doch ein harter Winter heimsuchen - was statistisch in den kommenden beiden Wintern sogar recht groß ist - dann kann man den Palmen mit ihren mobilen Palmenfuß auch rasch einen Winterschutz geben.

Aber unsere Botaniker kennen auch frostresistende Palmen...

Auch wenn wir einmal im Sommer längere Zeit - wie in diesem Jahr - unsere typisch feucht kühle Witterung abwettern müssen, dann bringen uns u.U. diese Ostseepalmen ein Hauch südländischer Wärme.

Und dann gibt es bestimmt auch einige heimatliche Südeuropaurlauber, die nur wegen der Ostseepalmen - inclusive ihres angenehmen Schattens und Rauschens an ihrer Ostsee bleiben - oder Touristen, die nur wegen der Palmen an unserer edlen Ostseeküste anlanden.

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Schwäne fliegen im Winter nach Westen - es wird kalt !

(Tiesel, 12. Februar 2004)

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Im Winter kann man besonders in Nordostdeutschland immer wieder beobachten, wie nach einer milden Witterungsperiode die Schwäne nach Westen fliegen.

Das trifft auch auf einige andere Wasservögel zu.

Aber bei den Schwänen fällt uns dieser zeitweise winterliche Vogelzug sehr auf, weil sich die Schwäne in großen Formationen bewegen und als Großvögel - infolge ihres Gewichtes - nur flach über dem Erdboden fliegen können.

Auch hört man während ihres V-förmigen Fluges - der geringerem Luftwiderstand und einer guten Sicht dient - oft ihr Orientierungsgeschrei und selbst das Rauschen ihrer Schwingen.

So wird das Beobachten dieses Schwanenflugs zu einem Naturerlebnis.

Es hat natürlich seinen Grund, weshalb mitten im Winter die Schwäne nach Westen fliegen.

Die Schwäne spüren, dass in den nächsten Tagen eine meist strenge und anhaltende Kälteperiode kommt und damit ihre offenen Heimatgewässer zufrieren.

Sie haben auch Angst davor, regelrecht einzugefrieren und nutzen deshalb oft unmittelbar den Beginn des Kälteeinbruchs, um in die wärmeren Gefilde im Westen und Südwesten zu gelangen.

Da sie wegen ihrer Größe und Schwere schlecht fliegen können, warten sie auch oft noch auf etwas Rückenwind. Und diesen Rücken- oder Schubwind bekommen sie, weil meist frische Winde aus östlichen Richtungen den Kälteeinbruch einleiten.

Nicht selten warten die Schwäne für ihren Flug auch auf schönes Wetter, das sich aber auch sehr rasch einstellt, da bei diesen Wetterlagen die einfließende Kälte ein sogenanntes kaltes Bodenhoch ausbildet.

Baut sich so ein trockenes Kältehoch auf, lösen sich die Wolken - manchmal nach Frühnebel - häufig auf, und es wird schönes Winterwetter.

Die Schwäne nutzen wiederholt sofort den ersten schönen Tag - nach einer frostigen Strahlungsnacht - um meistens bereits in den Morgenstunden in Richtung Westen los zufliegen, wobei ihnen die gute Sicht in der vorwiegend trockenen Festlandskaltluft und eine tagsüber schwache Sonnenthermik beim Fliegen behilflich ist.

Den Rückflug der Schwäne in ihre Heimatgewässer - oft nach einer warmen Tauperiode - bemerkt man kaum, weil dann oft schmuddeliges, windiges Regenwetter (Wintermonsun) mit schlechter Sicht herrscht.

In diesem Winter trat der winterliche Schwanenflug in Nordostdeutschland um den 20. Januar 2004 auf - also genau vor Beginn der typischen und schweren Januar-Kälteperiode in Deutschland. Und auch augenblicklich - also vor Beginn der in der Regel kältesten Zeit des Jahres - kann man ihn gut beobachten.

So werden unsere weißen Schwäne, zu weisen Vorboten für ein kommendes, kaltes Winterwetter.

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Salzwassereinbrüche von der Nordsee -

Retter der Biowelt der Ostsee ?

(Dr. Tiesel, Feb. 2003)

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Im folgenden Beitrag wird auf die Bedeutung der Salzwassereinbrüche eingegangen und damit ein Umweltproblem der Ostsee näher dargelegt.

Eine der wichtigsten meteorologisch-hydrologischen Prozesse für die Regenerierung der Tiefseegräben der Ostsee sind Salzwassereinbrüche von der Nordsee.

Wie wichtig diese Salzwassereinbrüche sind, kann man auch daran erkennen, dass über diese Einbrüche salzhaltigen und sauerstoffreichen Wassers aus der Nordsee in das Süß- und Brackwasser der westlichen und südlichen Ostsee seit 1880 exakte Beobachtungsreihen existieren. In jüngster Zeit werden diese Salzwassereinbrüche vom Institut für Ostseeforschung in Warnemünde, auch im Rahmen eines Bundesforschungsprojektes untersucht, an dem auch der Autor mitarbeitet.

Von großer Bedeutung ist dabei, dass nur ganz spezielle Sturm- oder Orkanlagen diese Einbrüche verursachen.

Weshalb sind diese Salzwassereinbrüche für die Ostsee so wichtig ?

Die Ostsee ist eines der größten Brackwassermeere der Erde. Sie hat ein Wasserfläche von 415000 km≤, ein Wasservolumen von 21 700 km≥ und eine mittlere Tiefe von 52 m.

Der Wasseeraustausch mit der Nordsee vollzieht sich nur über die engen und flachen Belte und den Sund. Für das Eindringen von salz- und sauerstoffreichen Kattegatwasser in die Ostsee stellt vor allem die Darßer Schwelle (zwischen Darß und Falster) mit nur 17 m Tiefe ein starkes Hindernis dar.

Die Salzwassereinbrüche sind die wichtigsten und stärksten Wasseraustauschprozesse zwischen Nordsee und Ostsee. Zu ihnen kommt es aber nur im Herbst und Winter bei anhaltenden und schweren Stürmen und Orkanen aus ganz bestimmten westlichen Richtungen.

Deshalb kommen kräftige Salzwassereinbrüche mit einem ständigen Einstrom salz- und sauerstoffreichen Nordseewassers in die Ostsee auch relativ selten vor.

Diese Salzwassereinbrüche haben aber eine entscheidende Bedeutung für die ozeanographischen Bedingungen im gesamten Tiefenwasser der Ostsee, weil nur das bodennahe und spezifisch schwerere Nordseewasser in die grundnahen Schichten der zentralen Ostsee ein- und vordringen kann.

Dort verursacht es besonders in den Tiefseegräben der Ostsee eine Umschichtung des hier stagnierenden Wasserkörpers und verbessert damit die Lebensbedingungen für die am Meeresgrund lebende Flora und Fauna.

Erfolgte lange Zeit kein Salzwassereinbruch, so kann das Leben in den Gräben - vor allem durch die Bildung von giftigen Schwefelwasserstoffs - regelrecht erlöschen. Dringt hier Nordseewasser ein, so kann das schrittweise zur Wiederbesiedlung des Meeresbodens beitragen.

Im Januar 1993 trat nach 16 Jahren der Stagnation im Tiefenwasser der zentralen Ostsee wieder ein sehr starker und regenerierender Salzwassereinbruch ein.

Entstehen konnte aber dieser sehr bedeutende Einbruch nur durch ein ganz bestimmtes Ablaufschema längeren schweren Westwindwetters, auf das im zweiten Teil des Artikels näher eingegangen wird.

Der Fachmann (Dr. Matthäus) spricht auch nur dann von einem richtigen Salzwassereinbruch, wenn das durch starken und anhaltenden Starkwind und Sturm einströmende Nordseesalzwasser mehrere Tage lang über die Darßer Schwelle gedrückt wird.

Bei sehr intensiven Einbrüchen strömen über 100 km≥ salzhaltigen Nordseewassers in die Ostsee. Bei dem bislang stärksten Einbruch im November/Dezember 1951 gelangten sogar über 200 km≥ in die Ostsee mit einem mittleren Salzgehalt von 22.5 Promille. Das entspricht knapp 5 Milliarden Tonnen Salz.

Seit 1897 wurden knapp 100 Salzwassereinbrüche in der Ostsee beobachtet.

Diese Einbrüche traten ausschließlich zwischen Ende August und Ende April auf und die intensivsten Fälle nur zwischen September und Januar. Die meisten Salzwassereinbrüche dauerten 7-8 Tage , sehr starke länger als 15 Tage.

In den letzten 20 Jahren kam es sehr selten zu starken Salzwassereinbrüchen. Dadurch hat sich der Zustand in den Tiefenwasser der Ostsee, spezielle im Gotlandbecken, nicht verbessert. Wesentlich zur Verschlechterung des Zustand des Tiefenwassers hat auch der Mensch durch den Eintrag von Nährstoffen über die Flüsse und in die Atmosphäre beigetragen.

Nur wenn die negative Einflußnahme des Menschen drastisch nachläßt und wieder häufiger starke Salzwassereinbrüche von der Nordsee erfolgen, kann sich der Zustand und damit das biologische Leben in den Tiefseegräben der Ostsee merklich verbessern.

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Ozon und Ozonloch -

Gefahr für das biologische Leben

(Tiesel, 2002)

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Ozon , griechisch das Duftende, ist die aus dreiatomigen Molekülen bestehende Form des Sauerstoffs. Nur in geringen Mengen tritt Ozon in den unteren Schichten der Atmosphäre auf. Hier entsteht es unter Sonneneinstrahlung aus Stickoxiden und Kohlenwasserstoffen.

Ozon selbst verursacht schon bei niedrigen Konzentrationen Schäden an Pflanzen , Tieren und selbst an Gebäuden.

Höhere Ozonkonzentrationen können beim Menschen unter anderen zu Augenreizungen und Atembeschwerden führen. Die höchste Konzentration weist Ozon in der oberen Stratosphäre auf. Dort wird es aus molekularem Sauerstoff unter dem Einfluß der UV-Strahlung der Sonne gebildet.

Die Ozonschicht oder Ozonosphäre ist die Schicht der Atmosphäre, in der größte Teil des atmosphärischen Ozons enthalten ist. Die Ozonschicht liegt im Mittel zwischen 20 und 50 km Höhe, mit einem Maximum zwischen 20 und 30 km, und weist größere Schwankungen auf - in Abhängigkeit von der Jahreszeit und von der geographischen Breite.

Die Ozonschicht beinhaltet 90 Prozent des atmosphärischen Ozons. Die Ozonosphäre spielt eine bedeutende Rolle im Strahlungshaushalt der Atmosphäre, da sie die energiereiche , kurzwellige Solarstrahlung absorbiert, in Wärme umsetzt und alles Leben an der Erdoberfläche vor dieser UV-Strahlung abschirmt. Die Folge dieser Strahlungsabsorption ist eine Temperaturzunahme in der oberen Stratosphäre.

Eine Verminderung der Ozonkonzentration in der Ozonschicht - die durch Zersetzungsprodukte künstlich erzeugter Spurengase wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) hervorgerufen werden könnte - würde insbesondere zu einer Verstärkung der auch für das menschliche Leben schädlichen UV-Strahlung führen.

Diese erhöhte UV-Strahlung ist mitverantwortlich für menschliche Erkrankungen wie Hautkrebs und Grauer Star.

Die Beobachtungen der letzten Zeit zeigen, daß in der antarktischen Stratosphäre jedes Jahr am Ende des Südwinters (September/Oktober) bei sehr tiefen Temperaturen ein starker Rückgang des Ozons einsetzt. Diese Erscheinung wird als Ozonloch bezeichnet. Das von Jahr zu Jahr größer werdende Ozonloch in der Antarktis wird von vielen Wissenschaftlern als ein Zeichen für die Auswirkungen der Zersetzungsprodukte von Fluorchlorkohlenwasserstoffen gesehen. Es gilt als alarmierendes Zeichen, daß eine weitere Zunahme dieser Spurenstoffe in der Atmosphäre zu einem allmählichen Abbau der Ozonschicht führt.

Nach Untersuchungen der NASA erreichte das Ozonloch um den Südpol 2001 eine Maximalgröße von 26.5 Mio. Quadratkilometer, eine Fläche größer als Nordamerika. Im Jahr 2000 kurzfristig sogar 30 Mio. Quadratkilometer. Im September 2002 fiel das Ozonloch über der Antarktis im Vergleich zu den Septembermonaten 2000 und 2001 nicht wesentlich kleiner aus, hat sich aber Ende des Monats zweigeteilt. Die drastische Verkleinerung des Ozonloches von 24 Mio. Quadratkilometer in den letzten 6 Jahren auf eine Größe von 15 Mio. Quadratkilometer im September 2002 hängt offensichtlich mit den diesjährigen etwas höheren Temperaturen in der Stratosphäre zusammen. Ähnliches konnte man 1988 beobachten. Aus den diesjährigen Daten läßt sich allerdings noch kein Trendwechsel ableiten.

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Flächenbrände in Kalifornien vernichten das Leben

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Alsbald folgen weitere Beiträge...

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