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Im Internet über  20  0 0 0   spezielle Beiträge  von Tiesel - insb. zum Küstenwetter, Küstenklima der Ostsee (klicken)



 

http://www.dwd.de/DE/leistungen/seevorhersageostsee/seevorhersagenostsee.html?nn=393220

 

Seewetteramt Hamburg

Wind-Vorhersage auch für westliche Ostsee

 

 


W i n d und W e t t e r - auch O s t s e e - vom S e e w e t t e r a m t  H a m b u r g  (klicken)
S e e w e t t e r  - auch von Nord- und  O s t s e e

W i n d w a r n u n g vom Dt. Wetterdienst/Offenbach - auch für die Ostseeküste (klicken)

BSH a k t u e l l e - D a t e n (Wasserstand,Wassertemperatur,Wind...) von Warnemünde (klicken)

BSH W a s s e r s t a n d-Vorhersage , dt. Ostseeküste (klicken)  

 

 Webcam-Huebner-Hotel

 

 Blick aktuell auf Warnemünde : Promenade/Strand  -  vom Leibniz-Inst. f. Ostseeforschung (klicken)

 

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Wo de Ostseewellen trecken an den Strand... ( Lied folgt)

image001

 

Kiek mol wedder in !

... an unserer

sonnigen und  gesunden  deutschen  Ostseeküste.

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1.

 

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Aktuelle

Mittelfristige Vorhersage

von
Wetter  +  Wind

für die
deutsche Ostseeküste

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 W E T T E R  

 

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AKTUELL

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Kurz- und mittelfristige

W E T T E R -

VORHERSAGE

für

 

O S T S E E -K Ü S T E

+

MECKLENBURG – VORPOMMERN

 

 

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Tiesel,  am 8. August 2016

für

 

Montag (8. August 2016)

bis

Montag (15. August 2016)

 

 

Kräftige Tiefs über Nordwest- und Nordeuropa bestimmen

weiterhin  unser Wetter – es ist auch windig.

 

 

Überwiegend ist es stark,

nur zeitweilig wechselnd bewölkt.

 

Besonders am Tage

regnet oder schauert es zeitweise.

 

In der Atlantikluft bleibt es sehr frisch

mit Höchsttemperaturen zwischen17

und 19 Grad,

ab Freitag bis 23  Grad.

Die Tiefsttemperaturen bewegen sich um 13 Grad,

ab Freitag um 16 Grad.

Die Ostsee ist weiterhin recht warm

 mit  Temperaturen von 18 bis 19 Grad.

 

Es ist recht windig

mit mäßigem bis frischen, zeitweise starkem Wind

aus West bis Südwest,

ab Freitag aus West bis Nordwest.

Vor allem an der Küste und in Schauern

können strichweise stürmische Böen auftreten.

 

 

 

 

 

 

 

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W I N D  -

VORHERSAGE

für

westliche Ostsee

 

Tiesel,  am 8. August 2016

für

 

Montag (8. August 2016)

bis

Montag (15. August 2016)

 

 

Montag bis Donnerstag

West bis Südwest 4-6, Böen bis 7 ,

örtlich 8 Bft

 

Freitag bis Montag

West bis Nordwest 4-5, Böen 6 bis 7 Bft

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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ALTER BERICHT

 

 

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WETTERVORHERSAGE

FÜR OSTERN 2015

 

- von Dr. Tiesel , am 30. März 2015

für

 

Montag (30.März 2015)

bis

Montag (6.April 2015)

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Bis Donnerstag meist stürmisches Westwindwetter.

Freitag bis Oster-Montag Wetterberuhigung

und damit recht günstiges Osterwetter.

 

 

MONTAG bis DONNERSTAG

 

Schnell wechselnd, meist stark bewölkt.

Oft Schauer, teils auch als Schnee oder Graupel.

Örtlich gewittrig.

Höchstwerte 5 bis 8 Grad.

Tiefstwerte 5 bis 2 Grad.

Mäßige bis starke Winde um West, wiederholt mit

stürmischen Böen oder Sturmböen.

 

 

 

FREITAG bis OSTER-MONTAG

 

Übergang zu wolkig bis heiterem Wetter.

Anfangs noch einzelne Schauer.

Temperaturen tags 4 bis 8 Grad,

nachts +3 bis -2 Grad.

Abnehmend mäßige bis schwache Winde,

auf Nord bis Ost drehend.

 

 

 

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W I N D

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Montag (30. März 2015) bis Montag (6. April 2015)

(Dr. Tiesel, am Montag, den 30. März)

.

 

Montag bis Donnerstag

Um West 5-7, Böen bis um 10 Bft

 

 

Freitag bis Oster-Montag

Drehung von um West auf Nord bis Ost ,

meist 3-6, anfangs Böen bis 7 Bft

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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ALTER

INTERESSANTER

WEIHNACHTS-WETTERBERICHT

MIT STURMBÖEN

 

 

DIENSTAG (24.Dez.2013) bis Montag (30.Dez.2013)

(Dr. Tiesel, am 23.Dez.2013)

 

 

 

Heiligabend greifen von Westen Tiefausläufer

mit  sehr milder Luft und Starkwind über.

Zu den Feiertagen beruhigt sich das Wetter,

es ist durchwachsen und mild.

Bis zum Jahresende bleibt es mild und recht windig.

 

 

Heiligabend ist es anfangs teils noch stärker aufgelockert und meist trocken.

Im Tagesverlauf kommt von Westen her starke Bewölkung auf und nachfolgend regnet es zeitweise, auch in  der Nacht  zum Mittwoch.

Es wird sehr mild mit Höchsttemperaturen zwischen 9 und 12 Grad und Tiefsttemperaturen zwischen 8 und 6 Grad.

Der Wind aus Südwest bis Süd ist mäßig bis stark mit zeitweilig stürmischen Böen - besonders an der Küste.

 

An den Weihnachtsfeiertagen ist es wechselnd, überwiegend  aber stark bewölkt und zeit- und gebietsweise treten Regenfälle auf.

Es wird nur etwas kühler. Der Wind schwächt sich merklich ab und kommt zum Teil aus unterschiedlichen Richtungen.

 

Bis zum Jahreswechsel erfolgt keine wesentliche Änderung der milden südwestlichen Großwetterlage.

 

 

Wünsche allen ein schönes Weihnachtsfest !

 

 

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W I N D

Montag (24.Dez. 2013) bis Montag (30.Dez.2013)

 

Montag

Um Südwest 2-5 Bft

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Dienstag

Süd bis Südwest zunehmend 6-8, einzene Böen bis 10

.

Mittwoch und Donnerstag

Abnehmend 6-3, aus Süd bis Südwest, teils schwach umlaufend

 

Freitag bis Montag

Wieder um Südwest zunehmend 5-7, Böen 8 Bft

 

 

                      

Vorhergehender Bericht

 

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W E T T E R 

 

 

MONTAG (16.Dez.2013) bis (23.Dez.2013)

(Dr. Tiesel, am 16.Dez.2013)

 

Zunehmend kräftiges aber für die Jahreszeit zu warmes Tiefdruckwetter

Später mit örtlichen Sturmböen.

Wohl so auch Weihnachten - damit allgemein kein gutes Urlaubswetter.

 

 

Ab Donnerstag greifen von Westen vorherrschend starke bis dichte Wolkenfelder mit zeitweisem Regen über.

Auch in den Nächten regnet es wiederholt.

Die Temperatur steigt am Tag auf warme 5 bis 8 Grad und sinkt nachts auf milde 6 bis 2 Grad ab.

Der Süd- bis Südwestwind nimmt kräftig zu und weht mäßig bis frisch und teils auch stark und recht böig.

 

Zunächst bis Weihnachten sehr wechselhaft, windig und mild.

 

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W I N D

Montag (16.Dez. 2013) bis Montag (23.Dez.2013)

 

Montag bis Mittwoch

Um Südwest 2-5 Bft

.

Donnerstag bis Montag.

Vorwiegend aus südlicher bis westlicher Richtung 4-6,

zeitweise in Böen 7-9 Bft

 

 

 

 

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Alter Bericht mit

Orkan XAVER

und

NIKOLAUSKÄLTE

 

 

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MONTAG (2.Dez.2013) bis MONTAG (9.Dez.2013)

(Dr. Tiesel, am 2.Dez.2013)

 

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Ab Donnerstag

von Nordwesten

gefährliche Sturm- und Vorwinter-Wetterlage

(Nikolauskälte)

.

Montag bis Mittwoch

 Teils gering bewölkt, teils wolkig.

Trocken, am Mittwoch etwas Regen.

Temperaturen tags 3 bis 7 Grad, nachts 4 bis -1 Grad.

Morgens stellenweise Glätte, Reif und Nebel.

Meist schwache bis mäßige Winde,

auf Nordwest bis Südwest drehend.

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 Donnerstag bis Samstag

Rasch wechselnd, vorwiegend stark bewölkt.

Häufig kräftiger Regen oder starke Regenschauer, später mit Schnee.

Temperaturen tags 3 bis 6 Grad,

in der Nacht 5 bis 1 Grad.

Gefährlich starke bis stürmische Winde

 aus Südwest,später Nordwest.

Gefahr von Orkanböen.

.

Sonntag und Montag

Wetterberuhigung aber

zeitweilig winterliche Frostgefahr.

 

 

 

 

 

 

 

 

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W I N D

Montag (2.Dez. 2013) bis Montag (9.Dez.2013)

 

Montag bis Mittwoch

auf westliche Richtungen drehend 2-4,

Mittwoch bis um 5 Bft

.

Donnerstag und Freitag

von Südwest auf Nordwest drehend und zunehmend 6-9, Böen bis 12

.

Samstag bis Montag

um Nordwest abnehmend 7-4, anfangs Böen um 8 Bft

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Alte interessante Küsten-Wetterberichte

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W E T T E R

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MONTAG (24.Dez.2012) bis MONTAG (31.Dez.2012)

Aussichten Weihnachten bis Jahreswechsel

(Dr. Tiesel, am 24.Dez.2012)

 

 

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Bis Donnerstag

unter Tiefs sehr mild und windig

(Weihnachtstauwetter).

Ab Freitag bis Jahreswechsel

 kühler aber kein Kaltlufteinbruch.

 .

Montag bis Donnerstag

Stark, teils wechselnd bewölkt.

Vereinzelt neblig-trüb.

Zeitweise Regen.

Temperaturen tags bis 10 Grad, nachts um 4 Grad.

Keine Glätte mehr.

Mäßige bis frische, teils starke und recht böige Südwestwinde.

Gefahr von Sturmböen.

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Freitag bis Jahreswechsel

 Starke, zeitweilig unterschiedliche Bewölkung.

Zum Teil auch neblig-trüb.

Gelegentlich Regen.

Temperaturen am Tage bis 7 Grad,

 in der Nacht um 3 Grad.

Weiterhin frische bis starke und sehr böige Winde

aus Süd bis Südwest.

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1.     Dekade im Januar 2013

 Offensichtlich weiterhin zu mild.

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W I N D

MONTAG (24.Dez.2012) bis MONTAG (31.Dez.2012)
(Dr.Tiesel,am 24.Dez.2012)

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Montag bis Donnerstag

Vorwiegened Süd bis Südwest 4-6, Böen 7-8 Bft.

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 .

Freitag bis Montag (Silvester)

Weiterhin meist Süd bis Südwest 4-6, einzelne Böen um 7 Bft

.

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Vorhergehender Bericht

W E T T E R

MONTAG (17.Dez.2012) bis MONTAG (24.Dez.2012)- Heiligabend

(Dr. Tiesel, 17.Dez.2012)

 

 

MONTAG (17.Dez.2012) bis MONTAG (24.Dez.2012)- Heiligabend

Aussichten bis Jahresende

(Dr. Tiesel, 17.Dez.2012)

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Allgemein sehr wechselhaftes Wetter.

 

Bis Mittwoch

unter schwachem Luftdruck sehr frische Nässe,

teils neblig, aber relativ mild.

Ab Donnerstag

von Norden und Osten her kälter mit gelegentlichem Schnee.

Ab Montag (Heiligabend)

wieder Übergang zu einer milderen Westlage.

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Montag bis Mittwoch

Meist bedeckt oder neblig-trüb.

Gelegentlich Sprühregen oder etwas Regen.

Temperaturen tags 3 bis 6 Grad,

nachts plus 3 bis 0 Grad, dabei örtlich Glätte.

Schwachwindig, gegen Ende auffrischende Südost- bis Südwestwinde.

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Donnerstag bis Sonntag

Umstellung auf eine wieder kalte nördöstliche Großwetterlage.

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Unterschiedliche, überwiegend starke Bewölkung.

Zum Teil auch neblig-trüb.

Zeitweise Niederschläge,von Norden her von Regen in Schnee übergehend.

So Gefahr von gefährlicher Glätte

Temperaturen tags 0 bis minus 4 Grad,

nachts Tiefstwerte minus 5 bis minus 8 Grad.

Meist mäßige bis frische Winde aus Nordost bis SüOdost.

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Heiligabend und zu Weihnachten

Das bekannte milde Weihnachtstauwetter.

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Jahreswechsel

Offenbar wieder die Silvesterkälte.

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W I N D

MONTAG (17.Dez.2012) bis MONTAG (24.Dez.2012)
(Dr.Tiesel,17.Dez.2012)

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Montag bis Mittwoch

Umlaufend, meist Südost bis Südwest 2-4 Bft.

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 Donnerstag

Südost bis Südwest 3-5

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Freitag bis Montag

Auf Nordwest bus Nordost drehend 4-6 Bft

 

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Alte

 

„windige“ Berichte

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z.B. Osterwetter 2012

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DONNERSTAG (29.März 2012) bis DONNERSTAG (5.April 2012)

und OSTERN (bis 9.April)
(Dr. Tiesel, 29.März 2012)

 

 

In einer kräftigen nordwestlichen Strömung

greifen wiederholt Tiefausläufer mit Starkwind über ,

und es wird merklich kälter.

Ostern bleibt das Wetter stark durchwachsen und kalt.

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                                      Donnerstag und Freitag

Stark, teils rasch wechselnd bewölkt.

Zeitweise Regen oder Regenschauer.

Die Tageshöchsttemperaturen liegen nur noch zwischen 7 und 10 Grad.

Die Tiefsttemperaturen der Nacht pendeln sich zwischen 6 und 3 Grad ein.

Der Wind weht meist stark und in Böen besonders an der Küste oft stürmisch

um Nordwest.

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Sonnabend bis Mittwoch

Es ist unterschiedlich, überwiegend aber stark bewölkt.

Oft kommt es zu schauerartigen Niederschlägen,

die zum Teil als Schnee oder Graupel fallen.

Die Temperaturen tags bewegen sich zwischen 5 und 8 Grad,

nachts zwischen +4 und -1 Grad  und örtlich tritt leichter Bodenfrost auf.

Der Westwind ist anfangs mäßig bis stark und in einzelnen Böen noch stürmisch,

später schwächt er sich ab und dreht auf östliche Richtungen.

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Grün-Donnerstag

Vorübergehend heiter, teils wolkig.

Kein Niederschlag.

Temperaturen tags bis 6 Grad, nachts um -1 Grad ;

dabei auch in der Küstenregion strichweise Glättegefahr.

Mäßige und böige Winde wechselnder Richtung.

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Ostern

Von Nordwesten greifen erneut starke Tiefdrucksysteme über.

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So ist es rasch wechselnd, meist aber stark bewölkt.

Zeitweise kommt es zu schauerartigen Regenfällen,

zum Teil mit Schnee und örtlich auch mit Graupel.

Es bleibt naßkalt mit Temperaturen tags nur bis 6 Grad,

nachts bis minus 2 Grad.

Damit besteht binnenwärts weiterhin Glättegefahr.

Es wehen mäßige, teils auch starke und recht böige Winde

mit vereinzelten Sturmböen,

die von Nordwest später auf Südwest drehen.

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W I N D

DONNERSTAG (29.März 2012) bis DONNERSTAG (5.April 2012)/ OSTERN
(Dr. Tiesel, 29.März 2012)

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Donnerstag und bis Sonnabend

Um Nordwest 6-7, Böen um 8 Bft

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Sonntag bis Montag

Meist West bis Nordwest 5-7, einzelne Böen 8 Bft.

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Dienstag bis Donnerstag

Umlaufend, später meist um Ost 2-5

.

Ostern

meist Nordwest bis Südwest 3-6, Böen bis 7 Bft

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Alter (wichtiger) Bericht...

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MONTAG (21.Nov.2011) bis MONTAG (28.Nov.2011)
(Dr. Tiesel, 21.Nov.2011)

 

Bis Donnerstag noch Andauer des

ruhigen und zeitweise neblig-trüben Herbstwetters.

Ab Freitag markante Wetteränderung in eine starke

bis stürmische westliche Tiefdruckwetterlage.

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Montag bis Donnerstag

   Unterschiedlich,

 meist aber stark bewölkt.

Teils auch ganztägig neblig-trüb mit örtlich dichtem Nebel.

Von vereinzeltem Sprühregen und etwas Nebelnässen abgesehen

kein Niederschlag.

Tageshöchsttemperaturen 5 bis 7 Grad, im Nebel unter 5 Grad.

Tiefste Nachttemperaturen + 4 bis – 1 Grad,

dabei nachts und morgens stellenweise Reifglätte.

Allgemein schwache Windbewegung, meist um Süd.

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Freitag bis Montag

Rasch wechselnde, meist stark Bewölkung.

Zeitweilig Regen oder Regenschauer.

Temperaturen tags meist 7 bis 10 Grad, nachts 7 bis 3 Grad.

Stark bis stürmisch auffrischende westliche Winde,

 am Sonntag starke Sturmböen und örtlich Orkanböen.

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W I N D

MONTAG (21.Nov.2011) bis MONTAG (28.Nov. 2011)

(Dr.Tiesel, am 21.Nov. 2011)

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GROSSWETTERLAGE(N)

 Hoch Mitteleuropa  =  HM

Ab Freitag: Südwest zyklonal = SWz

 .

Montag bis Donnerstag

Südost bis Südwest 1-4, später bis um 5 Bft

.

Freitag und Sonnabend

 Südw bis West 4-6, Böen bis 8 Bft.

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Sonntag

Südwest bis Nordwest 6-9, Böen 10-11 Bft.

Gefahr von Orkanböen Stärke 12.

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Montag

Nordwest bis West 9-6 Bft.

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Frühere Wetterberichte

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(Mit schwerer Auto-Katastrophe vor der Ostseeküste

bei Rostock-Laage am Freitag

 durch starken Staubsturm)

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WETTER

MONTAG (4.April 2011) bis MONTAG (11.April 2011)
(Dr. Tiesel, 4.April 2011)

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Kräftiges Westwindwetter.

Am Freitag Sturm – besonders an der Küste.

Danach freundlich.

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Montag bis Mittwoch      
Stark, teils wechselnd bewölkt.

Zeitweise Regen oder Regenschauer.

Höchsttemperaturen um 12 Grad. Tiefsttemperaturen bei 7 Grad.

Zunehmend mäßige bis frische Südwestwinde.

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Donnerstag      
Überwiegend starke Bewölkung.

Zeitweilig schauerartiger Regen.

Höchsttemperaturen um 11 Grad. Tiefsttemperaturen bei 5 Grad.

Mäßige bis frische Südwestwinde,

örtlich bereits stürmisch.

.

Freitag      
Rasch wechselnde, meist starke Bewölkung.

Wiederholt Regenschauer, teils auch starker Intensität.

Temperaturen tags um 9 Grad, nachts bei 4 Grad.

Mäßige bis starke, in Böen stürmische Winde

aus Südwest bis Nordwest.

Örtlich kräftige Sturmböen.

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Samstag bis Montag

Heiter, teils wolkig.

Allgemein trocken.

Temperaturen tags bis 18 Grad, Küste bei Seewind um 12 Grad,

nachts bei 6 Grad.

Nachlassend Winde aus West bis Süd.

 

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Alter  Bericht

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W E T T E R

MONTAG (4.Jan.2010) bis MONTAG (11.Jan.2010)
(Dr. Tiesel , 4.Jan.2010)

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Weiterhin hochwinterlich.

 Wochenende Unwettergefahr durch Schnee und Sturmflut.

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Montag und Dienstag
Wechselnde, meist stärkere Bewölkung.
Zeitweilig Schneefall. Verbreitet Glätte, teils auch Glatteis.
Höchsttemperaturen um -3 Grad, Tiefsttemperaturen bis um -8 Grad.
Überwiegend schwache bis mäßige Winde, meist aus Südwest bis Südost.

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Mittwoch und Donnerstag 
Unterschiedliche, allgemein starke Bewölkung.
 Gelegentlich Schnee mit zusätzlicher Winterglätte.
Temperaturen tags um -2 Grad, nachts um -10 Grad.
Meist schwache bis mäßige Ost- bis Nordostwinde.

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Freitag bis Montag 
Unter Tiefdruckeinfluß aus Süden - zunehmend bedeckt.
Von Süden Schneefälle mit Verwehungen und Sturmflutgefahr.
Höchsttemperaturen bei -1 Grad, Tiefsttemperaturen um -5 Grad.
Mäßige, zum Teil starke, in Böen stürmische Winde um Nordost.

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W I N D

MONTAG (4.Jan.2010) bis MONTAG (11.Jan.2010)
( Dr. Tiesel , 4.Jan.2010)

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GROSSWETTERLAGEN


meist Tief Mitteleuropa (TM),

ab Freitag  Vb

.

Montag bis Mittwoch

Südwest bis Südost 2-5 Bft

.

Donnerstag und Freitag

Nordost drehend zunehmend 4-6, Ostküsten bis um 7

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Samstag bis Montag

 um Nordost 5-6, Böen 7-8, örtlich 9-10 Bft

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Alte

 interessante Ostsee-Wetterberichte  !

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Zur Hanse Sail 2006

meist wechselhaft und kühl

(Dr. Tiesel, 9.Aug.06)

Das Wetter während der Hanse Sail (10.-13.August 2006) wird von dem Tief BÄRBEL bestimmt, das sich von der Nordsee nach Deutschland verlagert.

Damit setzt sich der wechselhafte und für die augenblicklichen HUNDSTAGE (heißesten Tage des Jahres) zu kühle Wettercharakter fort.

 

Im Bereich des Tiefs ist es rasch wechselnd, meist aber stark bewölkt und längere Zeiträume mit geringer Bewölkung sind selten.

Es kommt wiederholt zu Regen oder Schauern, örtlich auch zu Starkregen und Gewittern.

Die Tageshöchsttemperaturen bewegen sich meist zwischen 18 und 23 Grad, die tiefsten Nachttemperaturen zwischen 16 und 10 Grad.

Der Wind weht schwach bis mäßig aus westlicher, später östlicher Richtung ; in Gewitternähe frischt er stark auf.

Auch nach der Hanse Sail zeichnet sich kein Zurückkommen des Hochsommers ab.

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Zur Warnemünder Segelwoche 2005.

das typische windige, monsunartige Wetter.

Beruhigung zum Wochenende.

Kommende Woche meist freundlich.
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DIENSTAG (5.Juli) bis DIENSTAG (12.Juli)
( Dr. Tiesel , 5.Juli 05)

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GROSSWETTERLAGEN

DIENSTAG : Südost zyklonal (SEz)

MITTWOCH : Tief Britische Inseln (TB)

DONNERSTAG bis SAMSTAG : Tief Mitteleuropa (TM)

SONNTAG und MONTAG : Brücke Mitteleuropa (BM)

DIENSTAG : Hoch Nordeuropa-Fennoskandien antizyklonal (HNFa)

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DIENSTAG

West bis Nordwest 4-6, Böen örtlich 7 ; später nachlassend 5-3

MITTWOCH

West um 3, später Drehung auf um Ost 2-3

DONNERSTAG

Südost bis Ost 2-3, in Böen und Ostküsten teils 4

FREITAG

Ost bis Nordost 3-4, strichweise und in Böen 5

SAMSTAG und SONNTAG

Um Nordost 3-4, teils 5, in Böen örtlich 6

MONTAG und DIENSTAG

Nord bis Nordost 2-4, vereinzelt 5 Bft

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B E I T R Ä G E

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Thema:

Wetter und Klima

der Ostsee / dt. Ostseeküste

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ORKANE

der

OSTSEE

(Dr. Tiesel, Okt. 2004)

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Zu den schwersten Unwettern in der Ostsee und damit auch an der deutschen Ostseeküste zählen die Orkane.

Dabei handelt es sich um sehr schwere Tiefs mit Böen ab Windstärke 12 Beaufort - also ab 64 Knoten, rund 33 m/s oder rund 120 km/h.

Orkane treten vorwiegend im Winterhalbjahr auf, weil dann thermisch sehr unterschiedliche Luftmassen über dem Nordatlantik und Europa aufeinanderprallen.

Auch liegt im Winter das schwere Orkanfeld in etwa 5 km Höhe, der sogenannte Westwindjet, sehr häufig direkt über der südlichen Ostsee bis zu den Alpen.

Auf dieser kalten Seite der Westwindströmungen werden nicht selten bodenschwere Polarluftmassen südwärts geführt, die sich dann unter die leichteren südeuropäischen Warmluftmassen schieben.

Bei diesem globalen Naturprozess und auch infolge der Erdrotation und damit der Corioliskraft beginnen diese sehr verschiedenen Luftmassen stark zu verwirbeln.

Mit dieser kräftigen zyklonalen Verwirbelung und den damit verbundenen starken Luftdruckfall im Tiefkern entstehen schwere Stürme und Orkane, die in der vorherrschenden Westströmung meist von West nach Ost über uns hinwegfegen.

Eine alte synoptisch-meteorologische Regel sagt, dass ein Orkan erst nachläßt, wenn der stärkste Luftdruckanstieg durchgezogen ist.

Der markante Luftdruckanstieg, den man auch gut mit einem Wohnungsbarometer beobachten kann, entsteht erst nach Durchzug der Höhenkaltfront (Trog) im Bereich der einbrechenden spezifisch kalten Polarluftmasse. Das Absinken der Kaltluft zum Boden hinter der Unwetterfront führt häufig zum Aufbau eines relativen Zwischenhochs und damit kurzzeitig zu freundlichem, manchmal wolkenlosem Wetter.

Der gleichzeitig noch voll tobende Sturm und Orkan wird deshalb auch als 'blanker Hans' bezeichnet.

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Der blanke Hans der Ostsee

(Auge des Orkans)

Bild folgt.

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Es bleibt ein unvergessenes Erlebnis, wenn man tagsüber bei Sonnenschein - vor dem oft rasch aufkommenden Schauerwetter - dieses Orkanfeld mit tobender Kreuzsee und Gischt bei einem Strandgang 'abwettert'.

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Eine Statistik des Windes von Warnemünde zeigt, daß es an unserer Ostseeküste seit Kriegsende in der Regel in jedem Jahr 1-2 Orkantage (ab 12 Bft), 15 Sturmtage (ab 8 Bft) und 102 Starkwindtage( ab 6 Bft) auftreten..

Die sturmflutverursachenden 72 Orkane seit 1947 hatten ihr Maximum von 1960 bis 1975. Und nach einem Minimum von 1980 bis 1990 zeichnet sich seit 1990 ein Sekundärmaximum ab.

Die stärksten Orkane und damit auch Sturmfluten treten meist im November ein, bedingt durch den Zusammenprall polarer und subtropischer Luftmassen, wobei die noch relativ warme Ostsee energiereiche Wärmeströme in den Prozess einspeist.

So trat auch der bisher stärkste Orkan am 13. November 1972 mit einer Spitzenbö in Warnemünde von 41 m/s, also rund 150 km/h, auf. Übrigens auf den Tag genau 100 Jahre nach der verheerenden Sturmflut vom 13. November 1872, die in Warnemünde das Wasser auf 2.43 m anstiegen ließ und damit bis auf wenige Regionen die ganze Stadt überflutete.

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In den letzten 20 Jahren hat die Stärke der Orkane etwas zugenommen.

Auch treten die ersten Orkane immer häufiger bereits Ende Sommer/Anfang Herbst auf.

Orkanträchtigster Monat ist der Januar mit 55% aller Orkane. Der Dezember ist noch etwas orkanärmer als der November.

Auch wegen seiner oft moderaten Westwindwetterlagen stellten sich zum Beispiel in den letzten rund 50 Jahren in der Zeit vom 9. bis 17. Dezember keine Orkane ein.

Jeder Orkan ist eine Sonderausgabe, ein Unikat, der Natur.

Orkane kann man langfristig nicht vorhersagen. Mittelfristig können sie von guten Wettermodellen global erfaßt werden.

Allerdings sollte die kurzfristige Orkan-Vorhersage immer den 'Berufs-Wetterfröschen' vorbehalten bleiben.

Der erfahrene praktische Meteorologe (Synoptiker) kann mit seinen langjährigen und speziellen Orkan-Erfahrungen eine Orkanwetterlage am besten erfassen und auf die sich abzeichnenden gefährlichen Änderungen sofort mit Warnungen reagieren.

(Beitrag wird erweitert)

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ORKAN - Wetterlagen

'KYRILL' folgt

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Zum Ostseeorkan 'PIA'

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Orkan 'Pia'

fegte über die Nord- und Ostseeküste

(Dr. Tiesel, 18.Nov. 2004)

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Mit Böen bis Windstärke 13 Beaufort fegte am Donnerstag, den 18. November 2004, der Orkan "PIA" über die deutsche Nord- und Ostseeküste.

PIA war ein schwerer, aber ein für die zweite Novemberhälfte typischer Orkan.

Auch dieser Orkan entwickelte sich sehr rasch in einer bestehenden starken nordwestlichen Höhenströmung und zog ebenso schnell unter weiterer kräftiger Verstärkung von Schottland über den Skagerrak nach Südschweden.

Über dem Raum der noch recht warmen Seegebiete nördliche Nordsee bis westliche Ostsee wurde energiereiche, feuchtlabile Warmluft in die schwere Zyklone eingespeist, so dass sie beim Durchzug über das Gebiet der westlichen Ostsee ihre stärkste Entwicklung hatte.

Entsprechen traten besonders an der deutschen Ostseeküste Orkanböen bis 12 Beaufort auf.

Nach den Wettermeldungen wurden die höchsten Orkanböen um 8 Uhr in Arkona beobachtet.

Bei einer mittleren Windstärke von fast 100 km/h (Windstärke10 Bft) traten Böen bis rund 140 km/h (Windstärke 13 Bft) auf.

Aber auch die anderen Küstenstationen, wie Warnemünde und Greifswald und auf Fehmarn meldeten Orkanböen.

Charakteristisch für diesen Orkantyp ist, dass er meist relativ kleinräumig ist.

Und da er sich - ähnlich einer Skagerrakzyklone - oft um die hohe Südspitze Norwegens 'herumquetscht' gewinnt er, wie eine Leezyklone, noch zusätzliche Energie. Gleichzeitig verändert sich dabei seine Zuggeschwindigkeit und um so gefährlicher und unberechenbarer wird das Orkantief.

Das wahres Orkanfeld dieser schweren Zyklonen befindet sich dabei fast immer ihrer Südwest- und Westseite.

Zieht nun der Kern des Orkans knapp nördlich oder sogar direkt über die Ostseeküste - das war beim bislang stärksten Orkan am 13. November 1972 der Fall - dann prallt das starke Orkanfeld mit voller Wucht auf die deutsche Ostseeküste.

In der Regel bewirkt dieser Orkantyp, zunächst eine Niedrigwassersituation der Ostsee, da die starken Westwinde das Wasser nach Osten drücken. Mit Winddrehung auf Nordwest bis Nordost folgt dann häufig eine Sturmflutsituation, weil dann auch das Wasser der Ostsee - auch das jetzt von Osten zurückflutende Wasser - an die deutsche Ostseeküste gedrückt wird.

Interessant ist auch bei diesen Orkantiefs, dass wiederholt während und kurz nach den stärksten Böen recht freundliches und oft wolkenarmes Wetter durch Absinkvorgänge mit dynamischer Erwärmung und Luftdruckanstieg herrscht.

Dieser sogenannte 'Blanke Hans der Ostsee' ähnelt irgendwie dem Wetter im Auge eines Hurrikans und ist eine der tollsten Erscheinungen des Ostseewetters (auch nächsten Beitrag).

Ist das Orkanfeld durchgezogen wird alles wieder labil und bei einer rasch wechselnden Bewölkung bilden sich dann Schauer.

Diese energiereichen Orkane im November verursachen oft eine Umstellung der Großwetterlage und leiten nicht selten den Winter ein, weil dann Norddeutschland erstmals recht deutlich auf die polare Nordseite des Höhenwestwindjets gelangt.

Auch auf der Rückseite von 'Pia' kommt es zu einem Kaltlufteinbruch aus Nordeuropa, wobei die einströmende Kaltluft unter einem Zwischenhoch rasch zur Ruhe kommt.

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Zum Ostseeorkan 'ANATOL'

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Orkan 'ANATOL'

zog auch über die deutsche Ostseeküste

und Mecklenburg-Vorpommern

. (Dr. Reiner Tiesel, 6. Dez. 1999)

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Mit Böen bis Hurrikan-Stärke (185 km / h oder 16 Bft - in Roemoe / Dän.) raste am Freitag/Sonnabend (3./4.12.1999) der schwere Orkan 'ANATOL' auch über die Ostseeküste und unser Bundesland.

Das Orkanfeld erreichte gegen 19 Uhr Boltenhagen mit Böen bis 13 Bft und 23 Uhr meldete Arkona Orkan (12 Bft) im Mittel und 2 Stunden später Böen bis 155 km/h (14 Bft). Aber auch im Süden des Landes, so um Neubrandenburg, traten vereinzelt Böen bis 13 Bft auf.

Im Mittel kommen in Nordostdeutschland im Winter-Halbjahr 2 Orkane mit einer derartigen Stärke vor.

Gekennzeichnet sind diese Orkantiefs durch einen sehr tiefen Kerndruck (unter 965 hPa) und sehr starke Luftdruckänderungen (30hPa/3Stunden) in sehr kurzer Zeit und auf engsten Raum. Sie entstehen allgemein auf der polaren Seite des fast bis zum Boden durchgedrückten westlichen Höhensturmfeldes und verlagern sich als relativ kleinräumige Wirbel sehr schnell nach Osten. Ziehen die Zentren dieser schweren Wirbel über die reibungsarmen Wasserflächen der Nord- und Ostsee und wird gleichzeitig die energiereiche Luft über dem noch relativ warmen Wasser der Nord- und Ostsee eingespeist, so erreichen sie bei uns Unwetterstärke.

Nach der oft blitzschnellen und damit gefährlichen Rechtsdrehung des Windes von Südwest nach Nordwest mit gleichzeitiger Extremböigkeit, darf eine Orkan-Entwarnung u.a. erst nach Durchgang des Haupt-Luftdruckanstiegs gegeben werden.

Derartige schwere Orkane haben auch infolge ihrer immensen Energie stets eine starke Niedrigwasser-Situation (Südwest) und eine rasch nachfolgende Sturmflut (Nordwest) zur Folge, die allein durch den enormen Winddruck ausgelöst werden.

Die Abschwächung dieser Stürme mit Hurrikanstärke erfolgt in der Ostsee erst nach ihrer Verlagerung auf das Baltikum. Allerdings entsteht dabei durch die kurzzeitig entstehenden Nordostwinde eine Verschärfung der Sturmflutlage und bei der um West einlaufenden Dünung eine gefährliche Kreuzsee.

Weil die stärkste Entwicklung dieser Orkane in der Regel am Nachmittag, gekoppelt an das Tagesthermik-Maximum, auftritt, verwüstete 'Anatol' Dänemark am stärksten und wir hatten noch Glück im Unglück...

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Ostseewetter-Katastrophen und Politik

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Insbesondere für die Sicherheit Mecklenburg-Vorpommerns und der deutschen Ostseeküste ist die Vorhersage dieser schweren Orkane und damit die Herausgabe einer Wetterkatastrophen-Warnung enorm wichtig.

Von 1950 bis 1995 - bis zur Auflösung der bekannten Seewetterdienststelle in Warnemünde - wurden diese Unwetter-Warnungen im eigenen Land durch die erfahrenen Dipl.-Meteorologen des Landes-Wetteramtes (unter Leitung von Dr. Roll, Dr. Keller/Dr. Kohlmetz, Dr. Holz , Bromann und Dr. Tiesel) herausgegeben.

Historisch ist auch belegt, daß von der Universität Rostock, der ältesten in Nordeuropa, bereits seit 1862 mit Unwetter-Depeschen und von 1912 bis 1945 von der Rostocker Luftwarte (insb. Prof. Falckenberg) das eigene Land vor schwerem Wetter gewarnt wurde.

Mit der Übermittlung dieser ersten Landwirtschafts-Wetterwarnungen in Deutschland - vor rund 140 Jahre von Rostock (Dr. John) nach Berlin (Prof. Dove) - hat Rostock seinen Beitrag zum Aufbau des Wetterdienstes in Deutschland geleistet.

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Um so unverständlicher war es deshalb, gerade in der heutigen Zeit der Demokratie mit seinen hohen Sicherheitsansprüchen dieses historische und enorm wichtige nordostdeutsche Wetteramt an der Ostseeküste - nachdem es die unterschiedlichsten Gesellschaftssysteme überlebt hat - aufzulösen.

Die Liquidierung der Seewetterdienststelle Warnemünde war politisch paradox , was den 'Aufbau (Nord)Ost' angeht... und ist fachlich unverantwortlich, weil damit z.B. bei winterlichen Unwettern (blizzardartigen Ostseezyklonen,...) und nuklearen Katastrophen aus Osteuropa eine wichtige Frühwarnbehörde - für die über 1500 km lange deutsche Ostseeküste, die Millionenstädte Hamburg und Berlin und somit für ganz Deutschland - beseitigt wurde.

Ernüchternd , ja erschreckend scheint es, daß nur aus finanziellen Gründen die meteorologische Sicherheit von Menschen aufs Spiel gesetzt wird und mit der Schließung der Seewetterdienststelle Warnemünde eine der wichtigsten und auch bekanntesten Institutionen der ehemaligen DDR (Nordostdeutschlands) aufgelöst wurde.

Und das, trotz der vielen fundierten Proteste (siehe unter: Met.+ etc. / Politik) ...

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.Gute Wetterprognosen

für die deutsche Ostsee / Ostseeküste

kommen nur

von erfahrenen Ostsee-(Diplom)Meteorologen,

die sehr lange im Schichtdienst gearbeitet haben

( Dr. Reiner Tiesel , August 1998)

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Nach rund 35 Jahren Wettervorhersagedienst als Meteorologe in und für Mecklenburg-Vorpommern und besonders für die deutsche Ostsee und Ostseeküste darf es mir erlaubt sein, einige Bemerkungen zur Problematik guter Ostsee- Wetterprognosen zu machen.

Eine wichtige Erkenntnis meines Berufsleben ist, daß man wenigstens 10 Jahre unmittelbar an der Ostseeküste als Meteorologe im Tag- und Nachtdienst (!) gearbeitet haben muß, um die wichtigsten Wetter- und Klimaprozesse an der Ostseeküste überhaupt beruflich erlebt zu haben. So treten zum Beispiel nur im mittleren Rhythmus von 8 bis 10 Jahren an der Ostsee schwere Schnee- und Eiswinter auf. Wenn man über 10 Jahre im Schichtdienst tätig war, bekommt man auch ein tieferes Verständnis für die so wichtigen klein- und mittelmaßstäblichen Wetter- und Klimavorgänge der Ostseeküste. Erkenntnisse, die aber für eine gute Wettervorhersage unabdingbar sind.

Wichtig für eine gute Wetterprognose sind auch ein jahrzehntelange Beschäftigung und ein sehr gutes Grundwissen über das Klima und über mögliche Klimaänderungen der Ostsee, der Ostseeküste und des Hinter- und Binnenlandes.

Diese fachliche Meinung haben auch zwei der verdienstvollsten Diplom-Meteorologen Mecklenburg-Vorpommerns , Dr. Erich Kohlmetz und Erich Bromann, mir auf dem Berufsweg mitgegeben. Als Kollegen haben wir nicht nur ständig deftige Fehlvorhersage vor Ort ausdiskutiert und daraus gelernt, sondern wir haben uns auch wissenschaftlich mit diesen schweren Wetterlagen beschäftigt.

So entstanden - trotz des ständigen Schicht- und Bereitschaftsdienstes - eine Vielzahl von wissenschaftlichen Arbeiten über ganz spezifische Wettererscheinungen an unserer Ostseeküste.

Genannt seinen hier nur die Arbeiten von Kohlmetz: Sturmflutwetterlagen/ Diss., Bromann: Analyse Ostseestürme, Tiesel: Erforschung der Ostseezyklone/Diss, Untersuchung Unwetter, Sommer/Winter u.a. Aber auch viele Studenten der Meteorologie , Ingenieur-Meteorologen und Fachdienstkollegen erstellten wissenschaftliche Arbeiten über ganz spezielle Wetterprozesse der Ostsee - immer mit dem Ziel, die Wetterprognose in Nordostdeutschland zu verbessern.

Durch die räumlich und fachlich enge Verbindung der alten Seewetterdienststelle Warnemünde mit dem Institut für Meereskunde wurden diese wissenschaftlichen Arbeiten fundierter. Wichtig für die maritime Wetterprognosen war auch die sehr enge Zusammenarbeit mit den wichtigsten Küsten- und Hafeninstitutionen, vor allem aber mit unseren erfahrenen Hydrologie-Kollegen vom Sturmflut- und Eisdienst der Ostsee - mit Dr. Otto Mielke , HansJoachim Stigge und Frau Dr. Schmelzer.

Aus diesem ganzen Komplex wissenschaftlicher Untersuchungen und praxisnaher Zusammenarbeit mit anderen maritimen wissenschaftlichen Institutionen über Jahrzehnte hinweg entstand seit 1950 in Warnemünde, mit Dr. Roll und Dr. Keller beginnend , eine Seewetterdienst- und Meteorologenschule, die bis zur Auflösung des Warnemünder Wetteramtes Bestand hatte und die in Nordostdeutschland hohes fachliches Ansehen besaß.

Gestandene Forscher , insbesondere von der Rostocker Universität und vom Meeresforschungsinstitut in Warnemünde (Dir. Prof. Voigt), haben mir als Anerkennung für diese Seewetterdienst-Schule - nach Schließung des ostdeutschen Seewetteramtes - ihr wissenschaftliches Lebenswerk übergeben.

Aus dieser Wetterdienstschule resultierten unter anderem auch viele praxisverwendbare Wetter- und Klimaregeln und synoptische Faustregeln für das Ostseewetter - insbesondere über Sturm und Orkan, über Land- und Seewind, über Klimaperioden und Witterungssingularitäten des Jahres, über Ostsee-Großwetterlagen usw.

Diese tiefen synoptischen Erkenntnisse über das Ostseewetter findet man in keinem speziellen Fachbuch, was auch für die Kompliziertheit und Komplexität des Ostseewetters spricht.

Die heutigen Wetterprognostiker für Nordostdeutschland, die die Prognose oft auch außerhalb Mecklenburg- Vorpommerns erstellen, vermitteln meist über die Medien den Eindruck, daß es kein größeres Problem sei, das Wetter Nordostdeutschlands vorherzusagen. Dabei haben sie wohl alle noch nie an der Ostsee als Synoptiker im Schicht-Seewetterdienst gearbeitet - auch weil sie generell keine studierten Diplom-Meteorologen sind !

Die meisten der heutigen Wettervorhersager für Mecklenburg-Vorpommern haben auch noch nie eine blizzardartige Ostseezyklone, eine Ostseetrombe, einen schweren Ostsee-Nebeleinbruch, eine Ostsee-Vereisung, einen Ostsee- Kaventsmann, Ostsee-Seerauch, den 'blanken Hans der Ostsee' und Ähnliches erlebt. Sie wissen kaum etwas über den 'Warnemünder Wind', den Norwegen Föhn, den berühmt-berüchtigten 'Nordooost' und über den fünf Wetterscheiden Nordostdeutschlands.

Nur im über zehnjährigen synoptischen Nachtdienst lernt man erst die herbstlichen Nachtgewitter der Ostsee, die nächtliche Bildung von stationärer Ostseezyklonen, den Seerauch, das nächtliche Land-See-Windsystems und den berühmten 'Ostsee-Stratocumulus' richtig kennen.

Um auch das wichtige und eigenständige Land- und Seewindzirkulations-System der Ostsee mit seiner Seewindfront, das spezielle Wetter der Inseln und Halbinsel, die orographischen Winde und die eigenbürtigen Küstenprozesse richtig zu verstehen und vorherzusagen , bedarf es langjähriger Erfahrung.

Wichtig für gute Ostsee-Wetterprognosen sind unter anderem auch gute hydrologische Kenntnisse über die Ostsee, zum Beispiel über den Baltischen Strom und seine Resonanzwirbel, über Seiches, über den Hiddensee-Strom, über Seebären , über die '7.Ostsee-Woge', über Nordsee-Salzwassereinbrüche und das thermische Verhalten der gesamten Ostsee.

Natürlich machen auch sehr erfahrene Meteorologen Fehlprognosen. Aber oft sind es die langjährigen Erfahrungen dieser 'Wetterfrösche', die eine zu schwere Fehlprognose verhindern.

Die Bewohner der deutschen Ostseeküste sind alle sehr Wetter erfahren. Wer sie genauer kennt, der weiß, daß sie einen Instinkt für das bevorstehende Wettter haben. Man kann sagen, daß sie an ihrer Ostsee das kommende Wetter riechen, hören und sehen können - und so sind sie alle auf ihre Art 'kleine Meteorologen'. Damit haben die Menschen an der deutschen Ostsee nicht nur ein Gespür, sondern auch einen sehr guten Sachverstand für ihr Wetter.

Und damit können die Ostseeküstenbewohner auch sofort und kritisch beurteilen, ob die heutigen Wettervorhersagen für ihren Ostseeraum von alten und erfahrenen maritimen Diplom-Meteorologen ihres Landes kommen oder von Leuten erstellt werden, die sich Meteorologen nennen, aber keine sind - die also nicht an einer Universität Meteorologie studiert haben und noch weniger in einem richtigem Seewetteramt jahrelang als Meteorologe im Schichtdienst gearbeitet haben, um sich wenigstens die Grundkenntnisse der maritimen Meteorologie und Klimatologie anzueignen.

Und heute - unterstützt von bestimmten Medien , die oft eine Fachkompetenz nicht hinterfragen - kommen diese Pseudo-Wetterfrösche und maritimen Wetter-Scharlatane Mecklenburg-Vorpommerns nicht nur aus unserer Heimat sondern selbst aus der alpinen Schweiz ...

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Zum Gedenken

an meinen

verstorbenen Kollegen

Hans-Joachim Stigge

BSH Rostock, Leiter-Sturmflutwarndienst

(Tiesel, Nov.2004)

 

Text folgt.

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Beiträge des Autors über Ostseesturmfluten auch im internet/freenet/experten/wetter&klima

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Sturmfluten

an der deutschen Ostseeküste

(Dr. Reiner Tiesel, Oktober 2003)

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Fast alle schweren Sturmfluten an unserer deutschen Ostseeküste werden durch schwere Stürme oder auch Orkane verursacht, die den Seeraum der Ostsee stark beeinflussen.

Betrachtet man die Höhe und damit die Stärke der schweren Sturmfluten der letzten rund 150 Jahre, so kann man keinen eindeutigen Rhythmus der Ausbildung sehr starker Sturmfluten erkennen.

Die höchste Sturmflut der letzten 130 Jahre trat nach den Warnemünder Daten 1872 mit 243 cm mittlere Fluthöhe (Maximum 283 cm) auf. (Abb.)

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sturmflut.1872

Schwerste Sturmflut der Ostsee 1872 - Warnowmündung

(Foto: Eschenburg)

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Die zweithöchste Sturmflut an der deutschen Ostseeküste ereignete sich 1913 mit 189 cm (Abb.) - und danach folgte die Sturmflut 1904 mit 188 cm mittlere Fluthöhe.

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Zweithöchste Sturmflut 1913 - Warnemünde Alter Strom

(Foto: Eschenburg)

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Nach dem Krieg ereigneten sich drei sehr schwere Sturmfluten - im Januar 1954 mit 173 cm , im November 1995 mit 168 cm und im Februar 2002 mit 165 cm mittlere Sturmfluthöhe über Normal Null (NN).

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Schwere Sturmflut 1954 - Durchbruch der Düne in Warnemünde

(Foto: Eschenburg)

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Ähnlich sporadisch und unberechenbar wie die schweren Sturmfluten, treten an unserer Ostseeküste auch die stärksten Orkane auf, die häufig allein nur mit ihrer enormen Windkraft kurzfristig Sturmfluten verursachen.

Zur Ausbildung der Orkane mit den höchsten Böen nach dem Krieg kam es im Februar 1962, im Oktober 1967, im Januar 1968 , im November 1972 , im Oktober 1981, im November 1992 und im Januar 1995.

Wie entstehen die Ostseesturmfluten ?

Jeder schwere Sturm oder Orkan in der Ostseeregion bewirkt eine starke Änderung des Wasserstandes der Ostsee.

Entstehen auflandige Windfelder, drücken sie das Oberflächenwasser an die Küste. Die Folge ist ein Wasseranstau und damit eine Erhöhung des Wasserstandes an der Küste, wobei Flußmündungen besonders gefährdet sind.

Somit ist der Wind, seine Richtung und Stärke - neben Füllungsgrad der Ostsee, küstennahen Strömungen und anderen - die wahre Ursache für die Entstehung der Ostseesturmfluten.

Es gibt an der deutschen Ostseeküste zwei besonders markante Sturmfluttypen und damit Großwetterlagen, auf die mein Mentor Erich Kohlmetz in seiner Dissertation meteorologisch sehr detailliert und umfassend eingegangen ist.

Seine umfangreiche Doktorarbeit - in der auch auf die Ostseesturmfluten der letzten 1000 Jahre eingegangen wird - ist und dürfte das Standardwerk zum Thema Ostseesturmfluten sein. Und wer sich mit Sturmfluten der Ostsee beschäftigt, kommt an dieser wissenschaftlichen Arbeit nicht vorbei, weil in ihr insbesondere die Großwetterlagen und die meteorologischen Prozesse die ein Ostseesturmflut verursachen von einem sehr erfahrenen Praxismeteorologen sehr genau analysiert wurden.

Entsprechend der Topografie der westlichen Ostsee zum einen eine Wetterlage mit starken Nordweststürmen, die zyklonale Nordwestlage (NWz), und zum anderen eine Wetterlage mit starken bis stürmischen Nordostwinden, die Nordostlage (NE) mit ihrer Untergattung der berühmten und berüchtigten Vb-Lage.

Nordwest und Nordost haben deshalb die große Bedeutung für die Entstehung einer Ostseesturmflut, weil für ihre Stärke die Streichlänge des Windes über der freien Wasseroberfläche (fetch) der Ostsee entscheidend ist.

Diese Ausrichtung der freien Wasserfläche von der vorgelagerten westlichen Ostsee in Richtung Nordosten ist bedeutend größer als nach Nordwesten und deshalb sind die Sturmfluten aus Nordosten in der Regel am stärksten und gefährlichsten.

Allerdings treten schwere Nordostwetterlagen relativ selten auf, aber um so katastrophaler sind allgemein ihre Auswirkungen, wie zum Beispiel bei der schweren Unwetterlage im Januar 1987, wo eine durchziehende blizzardartig Ostseezyklone auch noch eine Sturmflut verursachte.

Zur Nordwestlage:

In der Regel entstehen die Sturmfluten bei Nordwestlagen, durch das Sturmwindfeld auf der Rückseite von Stürmen und Orkanen, die meist von Südskandinavien in Richtung Nordpoloen ziehen.

Damit ziehen diese starken Tiefs in der vorherrschenden Höhenwestwinddrift mit ihrem Kern (Auge) nördlich der Ostseeküste vorbei. An der Vorderse dieser schwerer Tiefs wird das Ostseewasser mit meist starken bis stürmischen Südost- bis Südwestwinden auf die offene Ostsee hinaus getragen und staut sich dort auf. Das auf der West- und damit Rückseite bestehende nordwestliche Sturm- bis Orkanfeld preßt mit immensen Winddruck dieses Wasser und anderes Oberflächenwasser an die Küste zurück. Damit kommt es zu einem sehr raschen und starken Wasseranstau an der Küste und damit zur Ostseesturmflut oder - wie die Experten sagen - zu einem Ostsee-Sturmhochwasser, weil in der fast abgeschlossenen Ostsee (Intrakontinentalmeer) Ebbe und Flut nur eine untergeordnete Rolle spielen.

Das war auch 3. und 4. November 1995 der Fall, als die Sturmflut (Abb.) eines starken Herbststurms Millionenschäden verursachte .

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Letzte schwere Sturmflut 1995 - Warnemünde , südlicher Alter Strom

(Foto: Eschenburg)

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Eine alte meteorologische Regel besagt, dass bei diesem Sturmfluttyp der Orkan und damit die Sturmflut erst nachläßt, wenn der stärkste Luftdruckanstieg durchgezogen ist. Der markante Luftdruckanstieg, den man auch gut an einem Wohnungsbarometer beobachten kann, entsteht erst nach Durchzug der Höhenkaltfront (Trog) im Bereich der herunterbrechenden Polarluftmasse. Das Absinken der Kaltluft zum Boden hinter der Unwetterfront führt häufig zum raschen Aufbau eines relativen Zwischenhochs und damit kurzzeitig zu freundlichem, manchmal wolkenlosem Wetter. Der gleichzeitig noch voll tobende Nordwestorkan, der durch den trichterförmigen Fehmarnbelt noch verstärkt wird läßt die schwere Sturmflut in der westlichen Ostsee andauern. Es bleibt ein unvergessenes Erlebnis, wenn man tags bei Sonnenschein oder ggf. nachts bei Vollmond dieses Orkanfeld mit Gischt und tobender Kreuzsee - oft als blanker Hans der Ostsee bezeichnet -  am total überfluteten Ostseestrand 'abwettert'.

Zur Nordostlage:

Die fast immer gefährlichere Nordoststurmflut entsteht vorwiegend dann, wenn über Skandinavien ein Hoch liegt und gleichzeitig aus Südosteuropa, Raum Balkan, ein starkes Mittelmeertief nach Norden bis Nordwesten zieht. Dadurch verschärft sich über der zentralen Ostsee der Windgradient und damit der Nordostwind. Dieser Prozeß kann aber wiederholt recht lange dauern und entsprechend langatmig baut sich ein gefährlich ausgereiftes Sturm- und Wellenfeld auf, dass sich nicht selten von Sankt Petersburg bis Lübeck erstereckt. Diese sogenannten Vb-Wetterlage verursacht neben Sturm und Orkan nicht nur die schwersten Sturmfluten sonder wiederholt auch Niederschlagskatastrophen.

Das war zum Beispiel auch vom 12. bis 15. Januar 1987 der Fall, wo der Ostseeraum von einer der schwersten Winterkatastrophe nach dem Krieg heimgesucht wurde. Während zu Beginn - bei schwerem Nordoststurm - auch eine der stärksten Sturmfluten auftrat (zum Beispiel Wismar 173 cm über NN) versank gleichzeitig die Küstenregion unter einer über 50 cm hohen Schneedecke und nachfolgend vereiste die Ostsee. Hauptverantwortlich für diese Multikatastrophe war eine instationäre, blizzardartige Ostseezyklone.

(Foto folgt)

Natürlich gibt es auch andere sturmflutverursachende Großwetterlagen, wie zum Beispiel die Nordlage, aber sie kommt recht selten vor und ihre Windstreichlänge über der Ostsee und damit ihr Anstau ist relativ gering.

Gefährlich sind auch starke und anhaltende ablandige Großwetterlagen. So die Südostlage, bei der mit sehr starken südöstlichen Winden das Wasser besonders der westlichen Ostsee zur Nordsee gedrückt wird und an unserer deutschen Ostseeküste eine schwere Niedrigwassersituation, ein Sturmniedrigwasser, entsteht.



Ausblick:

Eine aktuelle Statistik des Starkwindes von Warnemünde zeigt, dass die rund 70 Orkane seit 1947 - die vielfach die Ostseesturmfluten mit hervorgerufen haben - ihr Maximum zwischen 1960 und 1975 hatten. Und nach einem Minimum zwischen 1980 und 1990 zeichnet sich bei den Orkanen seit 1990 ein Sekundärmaximum ab.

Inwieweit die beiden schweren Sturmfluten 1995 und 2002 damit im tieferen Zusammenhang stehen oder ob der Treibhauseffekt mit seinen vielen milden und sehr windigen Wintern dabei eine Rolle spielt, muß noch näher untersucht werden.

Jede extreme Sturmflut und jeder schwere Orkan , die rund um die Uhr auftreten können, sind eine Sonderausgabe, ein Unikat, der Natur. Beide kann man langfristig nicht vorhersagen.

Mittelfristig können sie von guten meteorologischen und hydrologischen Modellen global erfaßt werden.

Allerdings sollte die kurzfristige Sturmflut- und Orkanvorhersage immer den praktische Meteorologen (Synoptiker) und Hydrologen mit langjähriger Schichtdiensterfahrungen vorbehalten bleiben, weil sie die bevorstehende Naturkatastrophe am besten erfassen und davor warnen.

Für die gute Prognose einer Sturmflut ist und bleibt eine enge Zusammenarbeit zwischen erfahrenen Meteorologen und Hydrologen unbedingt notwendig. Mit unseren gestandenen hydrologischen Kollegen Dr. Otto Mielke und Hans-Joachim Stigge war dies bis 1995, bis zur Schließung der Seewetterdienststelle Warnemünde /des Wetteramtes Rostock , vor Ort möglich.

Entsprechend der totalen Unregelmäßigkeit der Ausbildung von extremen Sturmfluten und Orkanen sprechen die wahren Fachleuten auch in ihren wissenschaftlichen Arbeiten immer wieder von der Unvorhersagbarkeit dieser schweren Naturkatastrophen an unserer Küste.

Selbsternannte Experten, die einen ganz anderen Beruf haben - deshalb kann man sie auch als Pseudometeorologen oder Pseudohydrologen bezeichnen - und die heute über Sturmfluten der Ostsee Vorträge halten und sogar Bücher schreiben (und aktuell ohne fundierte Begründung für 2010 eine extreme Ostseesturmflut vorhersagen) würden das wohl nie tun, wenn sie je in diesem sehr spezifischen hydrologisch-meteorologischen Fachgebiet längere Zeit im Schichtdienst gearbeitet hätten.

(Beitrag wird erweitert...)

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Die Land- und Seewindzirkulation der Ostseeküste

(Dr. Tiesel, 1990)

Der wichtigste Wetterprozeß der Ostseeküste, der sich tagsüber an Ort und Stelle bei windschwachen und strahlungsintensiven Hochdruckwetterlagen ausbildet, ist das LAND-UND SEEWINDSYSTEM.

Diese spezielle Windzirkulation des Küstenbereiches entsteht in Abhängigkeit des Temperaturunterschiedes zwischen Wasser und Land und des bestehenden Gradientwindes der Tiefs und Hochs am Boden.

Heizen sich vormittags die Küste und das Hinterland stark auf, entsteht über diesen Gebieten in den unteren Luftschichten durch die aufsteigende warme Luft an der Erdoberfläche Luftdruckfall, während sich darüber, bedingt durch die Thermik, hoher Luftdruck einstellt. Das daraus folgende bodennahe Luftdruckgefälle Wasser-Land führt zu einer auflandigen Ausgleichsströmung, dem Seewind. Diese zum Land gerichtete Bodenwindströmung verursacht über der Wasseroberfläche durch Absinken ein flaches Hoch und darüber relativ tiefen Luftdruck. Aus dem daraus resultierenden Luftdruckgefälle in der Höhe entsteht eine Gegenströmung, die den Zirkulationskreislauf dieses eigenständigen Windsystems schließt.

Typisch für den Seewind ist seine Seewindfront, die sich über der Ostsee formiert, und die sich durch zunehmendes Kräuseln der Ostsee bemerkbar macht. Mit ihrem raschem Übertritt auf das Küstengebiet ändern sich nicht nur schlagartig Windrichtung und Windgeschwindigkeit, sondern es findet ein lokaler Übergang vom kontinentalen zum maritimen Wetter statt. Bei stark ausgeprägten Zirkulationen entsteht vor allem über der Küste durch die dortige Thermik die charakteristische Seewindbewölkung, aus der aber nur bei besonders starker Ausprägung ein leichter Regenschauer fällt.

Die Seewindbewölkung unmittelbar an der Küste ist bei diesen Hochdruck-Wetterlagen ein vertrautes Bild. Allerdings bildet sie sich durch unzureichende Thermik über schmalen Küsten- oder Inselarealen oder über stark bewaldeten Küstengebieten oft nicht aus. Auch deshalb haben diese speziellen Küstenbereiche eine höhere Sonnenscheindauer und damit ein höheres Strahlungsangebot als das Küstenfestland.

Am späten Nachmittag bricht meist das Seewindsystem zusammen und damit auch die Seewindbewölkung. Setzt sich danach noch eine warme Landwindströmung durch, dann treten erst abends die Tageshöchsttemperaturen an der Ostseeküste auf.

Am intensivsten bildet sich das Seewindsytem der Ostsee, das sich im Mittel bis 150 Meter in die Höhe und etwa 300 Meter see- und landwärts erstreckt, in den Hochdruckwetterperioden im Mai und Juni aus, wenn die Ostsee nach relativ kalt ist. Eine typische Seewinderscheinung ist auch ein schwacher, küstenparalleler Gradientwind, der sich tagsüber nur im Küstensaum merklich verstärkt, während über der offenen See die windschwache Situation bestehen bleibt.

Zu keiner Seewindbildung kommt es bei Hochdruckwetterlagen mit kräftigem ablandigen Wind, z.B. an der südlichen Ostseeküste bei Südostwetterlagen, wenn ein starkes Gradientwindsystem (ab 5 Bft) das lokale Windsystem überkompensiert. Aus dem ,,Kampf'' der beiden Windsysteme resultiert dabei häufig eine starke Richtungsböigkeit und Geschwindigkeitsänderung des Küstenwindes. Der Landwind dieses lokalen Windsystems entsteht nur im Spätsommer und Herbst bei ruhigen Hochdruckwetterlagen und vor allem nachts und morgens, weil dann die Temperaturgegensätze zwischen der noch warmen Ostsee und dem sich bereits stärker abkühlendem Küstensaum am stärksten sind. Allerdings ist er gegenüber dem Seewind in der Regel nur schwach ausgeprägt. Schwächt sich nachmittags bis abends der vormittags einsetzende Seewind wieder ab, bleibt mit großer Sicherheit die stabile Hochdruckwetterlage auch am nächsten Tag noch erhalten.

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Ostseebewölkung, Ostsee-Stratocumulus.

Bei ruhigen und stabilen Hochdruckwetterlagen kann sich über der Ostsee in den Nacht- und Morgenstunden eine eigenbürtige Wolkendecke, der sogenannte Ostsee-Stratocumulus, ausbilden. Diese spezifische Ostseebewölkung entsteht in etwa 100-300 Meter Höhe an einer flachen, feucht-labilen Seeinversion, über der sich eine trocken-stabile Luftschicht befindet. Löst sich diese Inversionsbewölkung in den Vormittagsstunden durch die einsetzende Strahlung und Thermik unter wellenförmigen Schwingungsprozessen auf, herrscht den ganzen Tag über sonniges Wetter.

Besonders stark ist diese Bewölkung bei bestimmten Wetterlagen ausgeprägt, die dadurch gekennzeichnet sind, daß sich über der relativ warmen Ostsee die Bewölkung stets neu bildet und die vormittags einsetzende Thermik die Ostsee-Inversion nicht zerstört. Dann kommt es bei stärkerem auflandigem Wind dazu, daß die ständig auf das Land zudriftende Bewölkung sich tagsüber nur über dem wärmeren Hinterland auflöst, während der Küstensaum ganztägig stark bewölkt oder bedeckt bleibt. Allerdings ist die Niederschlagsneigung sehr gering.

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Durch Treibhauseffekt :

an der deutschen Ostseeküste

zukünftig Mittelmeerwetter und Palmen ?

(Dr. Tiesel, Aug. 2004)

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Seit 1992 erleben wir an unserer Ostseeküste extrem warme Sommer, fast Mittelmeersommer.

Es fehlen nur noch die Palmen und andere südländische Exoten und schon haben wir das Mittelmeerflair bei uns.

Normal ist das alles nicht mehr, aber die meisten von uns haben bestimmt nichts gegen einen richtig warmen Sommer - auch wenn sich die Wärme in der ersten Hälfte des diesjährigen Sommer etwas schwer getan hat.

Aber auch er ist nach den Wärmesummen (Rostock) bereits etwas wärmer, als das über 100-Jährige Mittel.

Seit dem Auftreten der sieben extrem warmen Sommer in den letzten 12 Jahren habe ich in vielen Beiträgen und Vorträgen für Palmen im Sommer an unserem Ostseestrand geworben. Verständlicherweise bekommt man für so einen so wilden und nicht gerade plattdeutschen Gedanken kaum Beifall, auch wenn man alles vom Klima her recht gut begründen kann.

Von den 10 heißesten Sommern seit 1891 traten in Norddeutschland allen 7 in den letzten Jahren seit 1992 auf.

Und damit nicht genug : in der Reihenfolge 1997, 2002, 2003, 1992, 1995, 1994 und 1999 waren es an der Ostseeküste die heißesten Sommer überhaupt der letzten 113 Jahre !

Erst danach folgen der berüchtigten Nachkriegs-Trockensommer 1947, wo - nach dem extremen Eiswinter 1946/1947 - noch viele Menschen starben , und der Katastrophensommer 1975, wo auch in Nordostdeutschland Felder und Wälder brannten.

Dass die extrem heißen Sommer der jüngsten Vergangenheit auf den Treibhauseffekt der Erde, auf ihre globale Erwärmung zurückzuführen sind, wird heute von Fachexperten nicht mehr bezweifelt.

Für die Ostseeregion bedeuten diese Sommer mit anhaltender subtropischer Hitze, dass sie immer mehr den Charakter südeuropäischer Sommer und damit auch des Mittelmeeres annehmen. Nur gut, dass unsere Ostsee selbst in der Gluthitze noch Kühle spendet, weil sie sich nicht so rasch und stark erwärmt wie das Mittelmeer.

Nach der tollen Palmenflut und ihrem unkomplizierten Überleben auf der Rostocker Internationalen Gartenbauausstellung (IGA) 2003 ist das Aufstellen von Palmen und der Anbau anderer südeuropäischer Exoten mittlerweile ein biologisches Vorgehen, das gar nicht mehr so weltfremd ist.

An der Warnemünder Promenade hat man endlich zögerlich damit begonnen, die erste Palmen aufzustellen.

Und weshalb nicht großräumig in unseren Seebädern an der gesamten deutschen Ostseeküste ?

Botaniker, Gärtnerbetriebe und viele andere würde man bestimmt für das südländische Projekt begeistern.

Und sollte uns doch ein harter Winter heimsuchen - was statistisch in den kommenden beiden Wintern sogar recht groß ist - dann kann man den Palmen mit ihren mobilen Palmenfuß auch rasch einen Winterschutz geben. Die IGA hat gezeigt, wie man das macht.

Aber unsere Botaniker kennen auch frostresistende Palmensorten...

Auch wenn wir einmal im Sommer längere Zeit - wie in diesem Jahr - unsere typisch feucht-kühle monsunartige Witterung mitten im Hochsommer abwettern müssen, dann bringen uns unter Umständen diese Ostseepalmen ein Hauch südländischer Wärme.

Und dann gibt es bestimmt auch einige heimatliche Südeuropaurlauber, die nur wegen der Ostseepalmen - vielleicht auch wegen ihres angenehmen Schattens und Rauschens - an ihrer Ostsee bleiben.

Aber auch nicht wenige Touristen, die nur wegen der Palmen an unserer schönen Ostseeküste anlanden.

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Seenebel der Ostsee

(Dr. Tiesel, 4.Mai 05)

 

Am Dienstag (3.Mai) kam es an der deutschen Ostseeküste zu einem Einbruch von Seenebel.

Seenebel entsteht vorwiegend im Frühjahr, wenn sehr warme Luft aus Südeuropa über die noch recht kalte Ostsee strömt und dort zur Ruhe kommt.

Bei einer dann allgemein ruhigen und sonnigen Hochdruckwetterlage kondensiert über der kalten Wasserfläche diese Warmluft, es wird vor der Küste stark diesig oder neblig. Herrscht vor dem Einbruch noch eine leichte Windbewegung von der Küste zur See, dann ist die Nebelbildung vor der Küste um so kräftiger, weil die ablandige Brise bewirkt, das in Küstennähe noch kälteres Ostseetiefenwasser hochquillt, das den Nebelprozess verstärkt.

Heizt sich nun am Vormittag durch starke Sonneneinstrahlung die Küste und das Küstenhinterland stark auf, saugt die hier - infolge der Erwärmung - aufsteigende Luft (Thermik) oft schlagartig den über der vorgelagerten Ostsee liegenden Nebel auf die Küste zu.

Die Folge ist ein total anderer Wettercharakter : der Wind dreht auf Seerichtung, auch weil die Sonne sich verdunkelt kommt es zu einem markanten Temperaturrückgang, die Luft ist total gesättigt, vereinzelt tritt auch leichter Sprühregen auf und die Sicht geht blitzschnell stark zurück - bei schweren Seenebeleinbrüchen örtlich bis unter 10 m.

Diese Einbrüche sind besonders für die Seefahrt und den Straßenverkehr in Küstennähe sehr gefährlich, auch weil infolge der sehr kleinen Seetröpfchen dieser Nebel sehr dicht ist und damit die Tageshelligkeit verschwindet.

Der Nebeleinbruch erfolgt am kräftigsten unmittelbar in Bereich der Küstenstädte, weil diese sich durch die Bebauung am stärksten aufheizen. In Bereich von kühlen Küstenwäldern, -wiesen und -mooren findet wiederholt nur ein schwacher oder überhaupt kein Nebeleinbruch statt. Die Folge ist, dass sich während eines Seenebeleinbruchs längs der Küste wiederholt sehr unterschiedliche Sichtbedingungen einstellen, was um so gefährlicher ist.

Dieser starke Küstennebel reicht in der Regel auch nur wenig, oft unter 100 m, ins Land hinein, weil er hier infolge der Strahlungswärme sofort verdunstet. Deshalb ist auch immer äußerste Vorsicht geboten, wenn man aus dem sonnigen Hinterland in diese an der Küste sichtbare und sich ständig ändernde Nebelmauer hineinfährt.

Zu einer wahren Katastrophe kann es kommen, wenn vor dem Seenebeleinbruch schon voller Badebetrieb herrscht, den in dem einheitlichen Grau in Grau verliert man total die Orientierung.

 

Natürlich gibt es diese Art von Seenebeleinbrüchen nicht nur an der Ostsee.

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4.

 

 

BEITRÄGE

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THEMA:

.TH.THEMA.

Das maritime

LOKAL- und CITYWETTER

von

ROSTOCK

(WARNEMÜNDE, MARKGRAFENHEIDE)

und seiner Ostseeküste

(Dr. Tiesel, 1997 - aus Vorlesungen/Vorträgen/Lehrbuch/Artikeln...)

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E I N F Ü H R U N G

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Nach einleitenden Bemerkungen zum großräumigen Wettergeschehen Mecklenburg-Vorpommerns wird auf die Besonderheiten des des Lokalwetters von Rostock, Warnemünde und Umgebung eingegangen.

Näher dargelegt wird der maritime Einfluß, sowohl der Ostsee mit seinem Land- und Seewindsystem, als auch der Warnow mit Breitling auf das Stadtwetter von Rostock.

Speziell erläutert wird die Warnow als Wetterscheide bei Gewittern, das 'Ozonloch' über Markgrafenheide bei Seewindbewölkung, der 'Warnemünder Wind' aus Nordwest , die Stadtböigkeit nach Bildung von Warmluftblasen über dem Stadtkern, der meist starke westliche Küstenwind mit küstenparallelem Seestrom zwischen Stolteraa und Westmole (besonders vor dem Hotel Neptun), die spät nachmittägliche Wetterbesserung am Warnemünder Strand, der spezielle Wind von Markgrafenheide, die Seewindfront zwischen Lichtenhagen und Warnemünde und der Warnemünder Moornebel.

Beschrieben werden aber auch fast 'kuriose' Themen wie zum Beispiel das ganz spezifische (FKK-) Volleyballwetter am Ostseestrand.

Abschließend werden maritime Wettererscheinungen an der Ostseeküste wie Seenebel, Seerauch, Seiches, Seebär,Ostseetrombe, blanker Hans, siebende Ostseewoge, Ostsee-Stratocumulus, Ostsee-Inversionsbewölkung, Ostseefronten, nächtliche Ostseegewitter, Ostsee- und Warnowvereisung , Küstenorkane und Ähnliches näher erläutert.

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Unter ' Klima Ostsee ' werden Themen behandelt , die den ganzen Ostseeraum betreffen wie : Ostseetief, Salzwassereinbruch, Ostseesturmflut, Ostseeorkan usw.

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miriam

Erinnerung mit Miriam an den tollen Ostseeküsten-Sommer 2003

- dem nach 1997 bislang heißesten met. Sommer (Juni bis August)

seit wenigstens 1891

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Gesundes Ostsee-Küstenwetter

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Sehr gesundes

Küstenwetter und -klima

in Mecklenburg-Vorpommern

durch bestimmte Großwetterlagen

(R. Tiesel - Okt. 2000)

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Auch infolge der Seltenheit bestimmter schwerer Großwetterlagen ist Mecklenburg-Vorpommern mit seiner über 1500 km langen Küste eine der universellsten Erholungs- und Touristenregionen in Deutschland.

Da wir in Norddeutschland in einer gemäßigten Klimaregion mit einer kräftigen Westwindströmung am Boden und in der Höhe leben, gibt es sehr wenig stagnierende und damit gesundheitsschädigenden Großwetterlagen.

So haben wir prinzipiell keine Föhnlage. Und das nicht nur weil wir keine alpinen Berge haben, sondern weil der Nordweststurm der föhnartige Großwetterlage 'Nordwest-zyklonal' vom südnorwegischen Gebirge her leeartige Aufheiterungen und Sonne bringt, aber durch die weite Entfernung uns keine Föhnkrankheit beschert.

Ähnlich selten treten bei uns die gefährlichen Smog-Lagen auf.

Bei diesen Smogsituationen handelt es sich meist um die Lagen 'Hoch-Mitteleuropa' und 'Hochdruckbrücke- Mitteleuropa' mit subtropischen bis tropischen Luftmassen , die bei längerer Andauer über den Großstädten und menschlichen Ballungsräumen die berühmte Dunstglocke erzeugen... Durch dynamisches Absinken in diesen Hochs erwärmt sich nicht nur die Luft am Boden weiter, sondern gleichzeitig drückt die mit gesundheitschädigenden Stoffen angereicherte Sperrschicht/Inversion immer tiefer hinein in den menschlichen Lebensraum.

Natürlich gibt es auch bei uns in heißen Sommern diese lebensgefährtenden Großwetterlagen, aber sie können sich einfach nicht so ausprägen, da wir in M.-V. nicht die Millionenstädte haben und unsere Großstädte allgemein im Ostseebereich liegen. Der Hauptgrund, daß die Smoglagen bei uns kaum auftreten ist aber unsere gesunde Land- und Seewindzirkulation der Ostsee und der Binnenseen, die sich gerade bei diesen extrem warmen Hochdrucklagen besonders kräftig ausgebildet und damit diese Smoglagen stark abschwächt bzw. total verhindert.

Nur ganz sporadisch erreichen unsere Ostseeküste auch Luftmassen aus den Tropen, vor allem aus Nordafrika. Bevor diese Saharaluft - bei sehr starken Lagen 'Trog-Westeuropa' - zu uns kommt, muß sie die Alpen und dt. Mittelgebirge überqueren und dabei wird sie wesentlich abgeschwächt und damit modifiziert.

Auch die anhaltenden und schweren monsunartigen Starkregenlagen des Mittelmeers, die 'Vb-Lagen', wie zum Beispiel beim letzten Oderhochwasser, erfassen unseren Raum nur sporadisch.

Von den rund 25 Großwetterlagentypen Europas sind die schweren zyklonalen Westlagen mit Orkanen wegen ihrer extrem starken und kurzfristigen Luftdruckänderung die kritischsten für unsere Gesundheit . Sie müssen wir von Herbst bis Frühjahr im Sinne unserer Gesundheit positiv abwettern.

(wird erweitert....)

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Das Volleyballwetter am Ostseestrand

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Das Volleyballwetter

am

Rostocker (FKK-) Ostseestrand

( Dr. Tiesel - August 2002)

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Es macht richtig Freude , wenn man als Meteorologe und alter, ja fanatischer Volleyballer - der vor allem am Rostock-Markgrafenheidner FKK-Ostseestrand über 30 Jahre gespielt hat - auch einmal etwas über das spezielle und auch ideale Volleyballwetter der Ostseeküste schreibt.

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Volleyballfreunde am Ostseestrand

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Gibt es etwas Natürlicheres und vor allem Gesunderes ... ?

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Ideales Volleyballwetter heißt, daß man prinzipiell den ganzen Tag spielen kann, ohne sich wegen des Wetters vom Netz zu trennen.

Aber dieses spezifische Wetter für den Volleyball - für die am Strand am häufigsten gespielte Sportart - paßt wiederholt mit dem sonst so edlen Urlaubs-Strandwetter nicht ganz zusammen.

Das geht schon los mit der gleißenden Sonne bei wolkenlosem Himmel. Dabei werden die Spieler nicht nur von der direkten Sonnenstrahlung - vor allem bei aufgehender und tiefstehender Sonne geblendet - sondern auch von der indirekten Gegen- und Reflexstrahlung der Sonne am weißen Sand und an den Ostseewellen.

Bei der gleichzeitig starken Wärmeeinstrahlung heizt sich der Körper immer weiter auf und man beginnt zu schwitzen, was auch nicht gut für das Spiel ist. Helfen könnte dagegen eine schwache Seewindbrise, die einerseits mit ihrer Feuchte und Luftbewegung für eine erfrischende Abkühlung sorgt, andererseits aber auch die Bahn des Volleyballs schon beginnt leicht zu verändern.

Noch gehandikapter ist aber das ganze Strandvolleyballspiel bei starkem und böigem Wind. Weht er parallel zum Spielfeld, so bestimmt in der Regel der Wind bei ausgeglichen Mannschaften wer den Satz gewinnt. Allgemein gewinnen dann die Spieler, die gegen den Wind spielen. Denn gegen den Wind kann man wuchtig und mit größerem Risiko spielen, weil der Gegenwind den Ball - besonders bei der Aufgabe - regelrecht in die Tiefe des gegnerischen Feldes hineindrückt - oft noch mit einem wilden Dreheffekt. Ist die Annahme der Rückenwindspieler gut, dann bekommt oft ihr Setzer Schwierigkeiten, den Ball richtig gegen den Wind für seinen Angreifer zu stellen. Wiederholt bekommt er ihn auch nicht aus dem Netz heraus, weil das Netz in Windrichtung ausgebeult ist. Und wenn ja, dann fegt der Ball meist unberechenbar hoch, oft auch über das Netz und wird eine Beute des gegnerischen Angriffs.

Andererseits bekommen die Bälle der Mannschaft mit dem Wind im Rücken oft einen nicht berechenbaren Windimpuls durch die Böigkeit mit und man kann so den Ball bedeutend schwieriger treffen. Und selbst bei gut gezielten Schlägen segelt der Volleyball durch eine Art Aufwind im weiten Bogen über die Auslinie.

Ab Windstärke 6 ändert sich dann oft alles schlagartig, weil man dann einfach nicht mehr richtig Volleyball spielen kann. Auch durch die starke Böigkeit wird das Spiel regelrecht zerstört und vieles ein Spiel des Zufalls. Wiederholt verliert aber jetzt das Gegenwindteam, weil es den Ball immer seltener überhaupt noch über das Netz geschlagen bekommt.

Unberechenbar wird das ganze Volleyballspielen am Strand auch, wenn man kräftigen auf- oder ablandigen Wind hat, der Wind also allgemein quer zum Feld einfällt. Hierzu gehört auch der Seewind, der sich bei bestimmten sonnigen und windarmen Wetterlagen, meist zwischen 11 und 17 Uhr einstellt. Davor und danach hat man oft ideales Volleyballwetter.

Bei dem Seitenwind muß man ein Gefühl für die Versetzung und die Eigendrehung (Magnuseffekt) des Balles bekommen. Und die Aufgaben muß man - auf Teufel komm raus - immer in den Teil des gegnerischen Feldes schlagen, wo der Querwind herkommt. Deshalb prüfen bei sich ändernden Windverhältnissen alte Strandvolleyballhasen wiederholt die Windrichtung durch Hochwerfen des Sandes mit den Händen und Füßen.

Damit zu den Temperaturen und Niederschlägen.

Hier spielen nur Extreme eine wichtige Rolle. So geben auch die härtesten Strandvolleyballer auf, wenn es längere Zeit stark regnet und der Sand pappig und der Ball sandig wird. An Tropentagen, also Temperaturen über 30 Grad - die man aber am Strand nur bekommt, wenn der ablandige Gradientwind des Hochs stärker ist, als der sonst einsetzende auflandige Wind der Seewindzirkulation - hört man auf , weil man immer mehr schwitzt und der Sand so heiß wird, daß man kaum noch darüber laufen kann. Harte Typen spielen aber nach einer Mittagssiesta weiter.

Faßt man alles zusammen, so fordert ein ideales Volleyballspielen am Ostseestrand im Sommer einen ganz speziellen Wettertyp. Ideal ist es, wenn der Himmel von einer geschlossenen Stratusbewölkung bedeckt ist, so daß die Sonne nicht blendet. Gleichzeitig muß es trocken sein oder es darf höchstens ganz leichten Sprühregen geben. Dann bleibt auch die Luftfeuchte einigermaßen konstant. Die eingeflossene Bodenwarmluft muß für den Körper angenehm temperiert sein, allgemein so um 20 Grad. Bei idealem Volleyballwetter darf auch die Lufttemperatur den ganzen Tag über nicht stark schwanken, was bedecktem Himmel voraussetzt. Und letztlich muß der Wind unbedingt schwach sein, am besten wäre Windstille, denn jede Windrichtung beeinflußt das Spiel - und indirekt damit auch Temperatur und Feuchte.

Natürlich gibt es bei hohem Luftdruck diese idealen, wenn auch sehr seltenen Volleyball- Wetterlagen. Es sind Abkömmlinge von Großwetterlagen - wie Hoch-Mitteleuropa (HM) oder Brücke Mitteleuropa (BM) - die sich nach Warmluftzustrom am Boden und in der Höhe langsam über die westliche Ostsee meist nach Osten hinweg bewegen und durch ihre Höhenwarmluft oft am Himmel eine Inversions- oder Stratuswolkendecke ausbilden. Es ist unter oder am Rande dieser Hochs oder Hochkeils nicht nur windarm und niederschlagsfrei, sondern diese Schichtwolken oder auch langsam durchwandernde geschlossene Starkwolkenfelder verhindern die windige Sonnenthermik und den blendenden Sonnenschein.

Es gibt sogar auch eine Tiefdruckwetterlage , eine Abart der Großwetterlage Tief-Mitteleuropa (TM) , die den harten Ansprüchen der Strandvolleyballer genügt. Dabei wandert unter ganz schwachen Luftdruckverhältnissen am Boden eine wenig wetterwirksame warme Tiefdruckwelle, eine Art sehr schwaches Regengebiet, über die Ostseeküste hinweg. Meteorologische Ursache für diese extrem langsame Bewegung des leichten Regentiefs ist eine ganz schwache oder gerade durch Abtropfen zusammenbrechende Höhenströmung.

Diese angeführten sehr ruhigen Hoch- und Tiefgroßwetterlagen sind die wahren norddeutschen Volleyball-Spezialwetterlagen, die vorwiegend Ende Juli bis Ende September auftreten.

Sie genügen den wichtigsten Wünschen aller wahren Ostseestrand-Volleyballer: hoffentlich frischt der Wind nicht stark böig auf, wird es nicht zu heiß, blendet die Sonne nicht zu intensiv, fallen nur ein paar Tropfen vom Himmel.

Weiterhin viel Spaß beim Volleyballspielen - besonders am FKK-Strand !

Herzliche Grüße und edle Wünsche an alle Strand-Volleyballer - besonders an meine alten Volleyballfreunde !

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Das 'Ozonloch' über dem Nordosten Rostocks

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Das 'Ozonloch'

 (Sonnenloch)

über

Rostock-Markgrafenheide

(Dr. Reiner Tiesel - Oktober 2001)

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Viele Rostocker, Warnemünder und Urlauber sprechen immer wieder von einem Ozonloch über Markgrafenheide, über der Ostküste der Rostocker Bucht, wenn kräftiges Tiefdruckwetter einen Bogen um Markgrafenheide und seinen Strand macht. Natürlich steht der Name 'Ozonloch' hier symbolisch für ein relativ wolkenfreies 'Loch' in einer sonst geschlossenen Wolkendecke und ist keineswegs verwandt mit dem rotierenden und lebensgefährlichen Strahlungs-Ozonloch in der Antarktis.

Wenn man sich beruflich seit 1964 mit dem Küstenwetter der Ostsee befaßt und auch den Strand in Markgrafenheide seit über 30 Jahren sehr gut kennt, kann man die Existenz dieses 'Ozonloches' aus meteorologischer Sicht nicht leugnen.

Allerdings beschränkt sich dieses Wetterphänomen vorwiegend auf labile Südwest- oder Westlagen mit übergreifenden Kalt- oder Gewitterfronten.

Verlagern sich bei labilem Wetter diese konvektiven Fronten mit starker Quellbewölkung von Westen auf Rostock und Warnemünde zu, so holen sie quasi über dem energiereichem Stadtkern, vorwiegend aber über Warnow und Breitling Luft.

Das heißt, die Front verharrt längere Zeit längs der Warnow, längs dieser Wetterscheide, und besonders im Rostocker Stadtkernbereich entwickeln sich jetzt noch kräftigere Schauer- und Gewitterwolken.

Fast kann man sagen, es bilden sich hier ein oder mehrere schwache Wärmetiefs, denn eine starke Gewitterzelle hat den Charakter eines kleinräumigen Tiefs.

Je höher die Wolken aber über Rostock werden - über Warnemünde sind sie wegen der geringeren Aufheizung nicht so kräftig - desto mehr werden sie von der bestehenden steuernden Höhenwestwindströmung gepackt und nach Osten herausgetragen.

Von M. aus sieht man dann oft, wie sich diese mächtigen Gewitterwolken von der Warnow nach Osten bewegen, aber den Nordosten nicht richtig erfassen.

Das hat mehrere Gründe:

Während der stärkeren Entwicklung der Gewitterwolken in die Höhe, über der City von Rostock, findet auch über dem Nordosten, und damit M., ein Einströmen der Luft in diese Wolken statt.

Als Folge dieser Zirkulation ensteht über M. ein Absinken und damit ein schwaches kleines Hoch.

Dieses schwache Hoch verhindert nicht nur ein Übergreifen der Wolken, sondern sogar eine Auflösung schon bestehender Wolken.

Am kräftigsten ist dieses sich ständig auch verändernde wolkenarmen Gebiet über der vorgelagerten Ostsee und in Richtung Rosenort/Darß zu beobachten.

Ein zweiter Grund für das Nichtübergreifen oder nicht so schnelle Übergreifen des Schlechtwetters ist der Wind.

Vor den von Westen heranziehenden Fronten dreht der Wind allgemein zurück auf Südost bis Ost, und so wird die Luft regelrecht in die Wetterstörung eingesogen (so entsteht auch die berüchtigte Böenwalze).

Die von den Rostocker Gewitterwolken aus Nordosten angesaugte Luftmasse hat aber einen bestimmten Charakter. So ist dieser Nordostwind recht kräftig, weil sich die Windgeschwindigkeit über der reibungsfreien Ostsee verstärkt.

Die Folge ist, daß der jetzt richtig starke, vertikal recht mächtige, sehr böige und meist auch küstenparallele Nordostwind die Rostocker Gewitterzellen abblockt und nur nach Osten ziehen läßt.

1.      Dazu trägt auch die Kühle dieses Seewindes der Ostsee bei, der wie eine kalte Mauer die warmen Gewitterzellen zurückdrängt.

Manchmal kann man sogar beobachten, daß diese Gewitter mit einer zeitlichen Verzögerung - quasi durch die kalte Küche - urplötzlich von Südosten oder Osten auf den M. Strand übergreifen, weil sie über dem Hinterland nicht den blockierenden Seewind hatten. Im Gegenteil, sie werden jetzt durch den noch wehenden Nordostwind regelrecht von Osten in die M. Region hineingedreht.

Das Ergebnis aber der Drehbewegung der Rostocker Tiefdruckzellen um seinen Nordosten herum führt durch Absinken - fast zu einer Art wolkenarmen Tiefdruckauge und damit - zum sogenannten Ozonloch über Markgrafenheide.

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